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Rezension: Sachbuch : NEUE REISEBÜCHER

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Für die Tasche Vergangenen Sommer rollte ein Zug durch Europa. Ein Schriftstellerzug. 103 Autoren aus 43 Ländern fuhren sechs Wochen lang mit dem sogenannten Literaturexpress von Lissabon über Paris und Hannover nach Kaliningrad, Riga und St. Petersburg und wieder zurück nach Berlin. Nun könnte man ...

          Für die Tasche Vergangenen Sommer rollte ein Zug durch Europa. Ein Schriftstellerzug. 103 Autoren aus 43 Ländern fuhren sechs Wochen lang mit dem sogenannten Literaturexpress von Lissabon über Paris und Hannover nach Kaliningrad, Riga und St. Petersburg und wieder zurück nach Berlin. Nun könnte man eigentlich denken, Schriftsteller seien eher so einsamkeitssuchende Menschen und für eine organisierte Massenautorenzugfahrt durch einen ganzen Kontinent nicht so gut zu gebrauchen. Aber wer vergangenen Sommer die Ankunft der glücklichen Reiseschriftsteller auf dem Berliner Bahnhof Friedrichstraße miterlebte, der war bereit, an das gelungene Experiment des fahrenden Kulturaustauschexpresses zu glauben. Und jetzt, gut ein Jahr nach der Rückkehr, gibt es die Reise- und Kulturaustausch-Erfahrungen der Schriftsteller als Buch. In Gedichtform, als kleines Dramolett, Erzählung, Beobachtung, Novelle, leichte Glücksbeschreibung, schwere Massenschreibleiderfahrung, Liebesgeschichte, Gedenkgeschichte, Nachtgeschichte. Und alle Texte zusammen ergeben ein schönes Reisebuch. Unterwegs geschrieben. Unterwegs zu lesen. In Europa, im Zug und anderswo.

          vw.

          Thomas Wohlfahrt und Christiane Lange (Hrsg.): "Europaexpress. Ein literarisches Reisebuch". Eichborn Verlag Berlin 2001. 25,90 Euro.

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