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Rezension: Sachbuch : Literatur

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          1 Min.

          RACHEL SALAMANDER fragt in ihrer Vorlesung zur Erinnerung an die Opfer der "Weißen Rose" nach dem Unerklärlichen der Holocaust-Forschung: Wie konnte dieses Verbrechen der Menschheit geschehen, während ein ganzes Volk tatenlos zusah? Das Hauptaugenmerk der Rede, die bereits in dieser Zeitung veröffentlicht wurde, richtet sich auf den organisierten Widerstand, den Rachel Salamander mit Hans Mommsen als "Widerstand ohne Volk" charakterisiert. Während der konservative Widerstandskreis, der schließlich zum Attentat vom 20. Juli führte, sich nicht in erster Linie durch die Judenverfolgung zum Handeln veranlaßt sah, scheiterten die Aktionen der "Weißen Rose" an der Teilnahmslosigkeit der Deutschen. Rachel Salamander macht deutlich, daß der Mut der Mitglieder der "Weißen Rose" nicht von den Deutschen vereinnahmt werden kann. Man hätte damals, so Rachel Salamander, von den Verbrechen wissen können. (Rachel Salamander: ",Hier sehen wir das fürchterlichste Verbrechen . . .' Vom deutschen Widerstand und der Judenverfolgung". edition münchen, Wien Linz Weitra München 2000. 40 S., geb., 15,- DM.)

          F.A.Z.

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