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Rezension: Sachbuch : Literatur

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          1 Min.

          THOMAS WIRTZ, Literaturredakteur dieser Zeitung, hat zusammen mit Kurt Wölfel den Nachlaß Jean Pauls durchstöbert und ist dabei auf ein Ideengewimmel gestoßen. In 36 Kästen bewahrt heute die Staatsbibliothek zu Berlin alles auf, was der unermüdliche Papierarbeiter im Laufe seines Lebens in der Hoffnung verfertigte, es irgendwann einmal in eine Romanzeile einflechten zu können. Mit den Jahren ist so eine große, heute immer noch nicht gänzlich durchforschte Schatzkammer entstanden: Witze hat Jean Paul gleich heftweise aneinandergereiht, komische Situationen in kurzen Sätzen vorgestellt und erhabene Naturbilder auf Vorrat fabriziert. Das Absonderliche steht neben dem Gelehrten, der lustige Einfall neben der religiösen Betrachtung. Jean Paul hat über alles mit gleicher Sorgfalt Buch geführt, denn seine Maxime war: Kein Gedanke darf verlorengehen. (Jean Paul: "Ideen-Gewimmel". Texte und Aufzeichnungen aus dem unveröffentlichten Nachlaß. Herausgegeben von Thomas Wirtz und Kurt Wölfel. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2000. 301 S., br., 24,50 DM.)

          F.A.Z.

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