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Rezension: Sachbuch : Hinweis

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          BLEICHRÖDER. Bismarck zeigt das Titelbild, der Held des Buches bleibt zunächst unsichtbar - wie jenes Medium, das sein Metier war: Fritz Sterns Untersuchung über Gerson (seit 1872: von) Bleichröder ist neu aufgelegt worden, zu Ehren des diesjährigen Friedenspreisträgers des deutschen Buchhandels, zum Nutzen einer neuen Lesergeneration, die nicht weiß, dass Sterns Buch in den fernen siebziger Jahren als Beweis dafür studiert wurde, dass es für Historiker sinnvoll sein kann, eine Biografie zu schreiben. Lothar Gall las dem Buch in dieser Zeitung (F.A.Z. vom 18. Juli 1978) seinerzeit eine hintergründigere Pointe ab: Gerade am Meisterwerk werden die Grenzen des Genres sichtbar. Die Geschichte, zumal eines modernen, sich der überpersönlichen Dynamik von industrieller Wirtschaft und politischem Massenmarkt verschreibenden Staates, bekommt man aus der Perspektive eines Einzellebens nicht in den Blick. "Sie kennt in dieser Hinsicht keine paradigmatischen Existenzen." (Fritz Stern: "Gold und Eisen". Bismarck und sein Bankier Bleichröder. Aus dem Amerikanischen von Otto Weith. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1999. 860 S., Abb., br., 24,90 DM.)

          F.A.Z.

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