Rezension: Sachbuch :
Die Normalität jüdischen Lebens

Lesezeit: 4 Min.
Lokalgeschichte ist, wann immer sie sich mit der Verfolgung von Minderheiten beschäftigt, ein ungemütliches Geschäft. Am 26. Oktober 1877 wurde im oberhessischen Städtchen Nidda, gut fünfundfünfzig Kilometer nordöstlich von Frankfurt am Main gelegen, die neue Synagoge eingeweiht. Mittags um halb zwei traf ...

Lokalgeschichte ist, wann immer sie sich mit der Verfolgung von Minderheiten beschäftigt, ein ungemütliches Geschäft. Am 26. Oktober 1877 wurde im oberhessischen Städtchen Nidda, gut fünfundfünfzig Kilometer nordöstlich von Frankfurt am Main gelegen, die neue Synagoge eingeweiht. Mittags um halb zwei traf man sich im alten und längst viel zu kleinen Gebetsraum der Gemeinde, einer Synagoge auf dem Dachboden. Nach Gebeten und einer Abschiedsrede wurden die Thorarollen aus der heiligen Lade genommen und den ältesten Mitgliedern der Gemeinde überreicht.

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