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Lesekreis im Netz : Sehe ich nicht gut aus mit einem Buch?

Sie liest: Die Schauspielerin Emma Roberts zeigte sich mit dem Titel „Sex and Rage“ von Eve Babitz. Bild: BACKGRID

Lesekreise hatten lange ein angestaubtes Image. Im Internet ist das anders, weil man auf Instagram mit der richtigen Lektüre punkten kann. Prominente machen es vor.

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          Wenn Reese Witherspoon liest, sieht das auf Instagram nicht bequem, dafür aber gut aus: Mit geradem Rücken sitzt sie auf einer Sofakante, die Brille auf der Nase, den Blick auf ein Buch gerichtet. Jeden Monat empfiehlt die Hollywood-Schauspielerin und Produzentin mit Bildern dieser Art auf ihrem Account „Reese’s Book Club“ ein Buch – zuletzt „The Last House Guest“ von Megan Miranda – und erklärt ihre Wahl: „Was jahrelang geheim gehalten wurde, wird in dieser spannenden Story enthüllt.“ Den Link zur Hörbuch-Version des Romans auf der Plattform Audible liefert die Schauspielerin gleich mit.

          Lange gab es in den Vereinigten Staaten nur eine prominente Person, die wirklich Einfluss auf den Buchmarkt hatte: Oprah Winfrey. Seit 1996 legt die Talkshow-Königin Lesern in „Oprah’s Book Club“ Neuerscheinungen ans Herz. Was als Teil ihrer Fernsehrunden begann, ist inzwischen ins Internet und in die sozialen Netzwerke umgezogen. Dort ist Oprah nicht mehr allein. Mächtige Männer aus der Digitalwirtschaft wie Bill Gates und Mark Zuckerberg schmücken sich mit eigenen Buchempfehlungen. Sie sind allerdings eher Ausnahmen: Unter Prominenten auf Instagram ist der Buchclub eine weiblich dominierte Beschäftigung. Nicht nur Reese Witherspoon, auch Emma Watson, Emma Roberts, Sarah Jessica Parker und Shonda Rhimes laden online zum Literaturzirkel.

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