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Literatur : Tilman Rammstedt gewinnt Bachmann-Preis 2008

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Tilman Rammstedt: Erfolgreich in Klagenfurt mit dem „Kaiser von China” Bild: AP

Der in Berlin lebende Autor Tilman Rammstedt erhält den 32. Ingeborg-Bachmann-Preis für einen Auszug aus seiner Familiengeschichte „Der Kaiser von China“. Die Jury lobte den Text in Klagenfurt als hochkomisch wie traurig und brillant.

          Der in Berlin lebende Autor Tilman Rammstedt hat in Klagenfurt den 32. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Der 1975 in Bielefeld geborene Autor erhielt am Samstagabend die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für einen Auszug aus seiner Familiengeschichte „Der Kaiser von China“. Darin beschreibt er eine problematische Beziehung zu seinem Großvater. Die Jury lobte den Text als hochkomisch wie traurig und brillant.

          Der Bachmann-Preis gilt seit seiner Gründung 1977 als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er ist nach der im österreichischen Klagenfurt geborenen Dichterin Ingeborg Bachmann (1923-1973) benannt. Bei dem Wettbewerb lesen jedes Jahr bisher noch eher unbekannte Autoren aus unveröffentlichten Prosatexten, über die dann öffentlich diskutiert wird.

          Rammstedt erhält auch den Publikumspreis

          Am Samstagabend brauchte es mehrere Abstimmungen der Jury unter Vorsitz von Burkhard Spinnen, bis Rammstedt als Preisträger feststand. Neben dem Hauptpreis wurden im ORF-Theater noch vier weitere Auszeichnungen an die insgesamt 14 Teilnehmer vergeben. Der in Karlsruhe lebende Schriftsteller Markus Orths erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Telekom Austria Preis, der Berliner Patrick Findeis gewann den mit 7500 Euro dotierten 3sat-Preis und der Österreicher Clemens J. Setz wurde mit dem Ernst-Willner-Preis im Wert von 7000 Euro ausgezeichnet. Beim Publikumspreis für 6000 Euro, den alle Zuhörer der Lesungen in einer Internetabstimmung vergeben konnten, überzeugte Rammstedt abermals.

          Unter den 14 Teilnehmern des wohl bekanntesten „Vorlesewettbewerbs“ der deutschsprachigen Literatur waren elf Deutsche, zwei Autoren kamen aus Österreich und einer aus der Schweiz. Sechs der Teilnehmer waren Frauen; sie gingen alle leer aus. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde der Wettbewerb 2008 deutlich gestrafft, die Lesungen und Diskussionen zogen sich nur über zwei Tage.

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