Soziologie der Intellektuellen :
Es schwebt die Intelligenz nicht einfach von allein

Von Gerald Wagner
Lesezeit: 3 Min.
Als die Diagnose zersplitterter Weltanschauungen auf den Plan trat: Ein Band präsentiert kultursoziologische Schriften Karl Mannheims.

Spricht es für soziologische Texte aus den frühen Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, wenn deren erstmalige Publikation mit ihrer „ungebrochenen Aktualität“ beworben wird? Man müsste schon einen gesellschaftlichen Wandel historischen Ausmaßes ignorieren, wenn man dieses Urteil auf die empirischen Befunde von fast neunzig Jahre alten Publikationen bezieht. Die Aktualität dieser Texte kann sich nur auf ihre Fragen beziehen, auf ein sich darin artikulierendes Forschungsinteresse, das auch für die heutige Soziologie immer noch relevant ist.

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