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Islamistischer Terror : Das Doppelgesicht des Islamismus

Dschihad: Bin Ladin „empfiehlt“ die Anschläge vom 11. September zur Nachahmung. Bild: Getty

Seit dem 11. September 2001 erschüttert der islamistische Terror die Welt. Analyse und Antwort der westlichen Politik greifen zu kurz, sagen die Experten Sandra Kostner und Elham Manea.

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          Der zwanzigste Jahrestag des elften September ist ein einleuchtendes Datum für eine Bilanz des Islamismus. Der Terroranschlag brachte nicht nur eine Wende in der Einschätzung des seither als globale Gefahr wahrgenommenen Dschihadismus, er war auch Beginn einer Serie von mehr als tausend islamistischen Anschlägen, die besonders arabische Länder trafen, aber auch in Europa viele hundert Menschenleben kosteten und schon allein durch den vorher umstrittenen Ausbau der Überwachung den Lebensstil tiefgreifend veränderten.

          Thomas Thiel
          Redakteur im Feuilleton.

          Die größte Terrorgefahr geht seither weltweit vom Islamismus aus, der totalitären Ideologie, welche die Attentäter zusammenhält. Dass der mit großen finanziellen und personellen Verlusten geführte Kampf gegen den Terror erfolglos blieb, wie der missglückte Rückzug aus Afghanistan gerade deutlich gemacht hat, liege daran, dass man die Verbindung zwischen Islamismus und Dschihadismus ignoriert hat. So habe man nur den einzelnen Anschlägen hinterherlaufen können, ohne das Phänomen an der Wurzel zu packen. Das ist die These eines Sammelbands, der bekannte Kritiker des politischen Islam wie Susanne Schröter, Ruud Koopmans und Ayaan Hirsi Ali versammelt.

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