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Frankfurter Buchmesse 2021 : Juergen Boos traut sich was

Was ist die Messe ohne persönlichen Austausch? Das Agentenzentrum auf der Buchmesse in der Festhalle. Bild: Helmut Fricke

Weil der Messechef den persönlichen Austausch für unentbehrlich hält, soll die Frankfurter Buchmesse im kommenden Herbst als Präsenzveranstaltung stattfinden – ergänzt durch digitale Angebote.

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          Juergen Boos ist so gut gelaunt in diesem mittäglichen Digitalgespräch, als wäre er selbst noch überrascht über die eigene Chuzpe. Fürwahr: Der Mann traut sich was. Dass ihm die Pandemie seinen kühnen Plan nicht in letzter Sekunde vereitelt, kann man ihm eigentlich nur wünschen. Denn würde gelingen, was die Frankfurter Buchmesse vorhat, wären wir alle Profiteure: Nach Beratungen mit Vertretern der literarischen Welt im In- und Ausland sowie Gesprächen mit Stadt, Land und Bund hat Juergen Boos sich ein Herz gefasst – und beschlossen, die Frankfurter Buchmesse, dieses zu normalen, virusfreien Zeiten weltgrößte Treffen der Branche, im kommenden Herbst unter den dann geltenden Hygienebestimmungen tatsächlich als klassische „Präsenzveranstaltung“ zu planen. Ein für unsere Tage großes Wort, das Boos da gelassen ins Mikrofon spricht.

          Sandra Kegel

          Verantwortliche Redakteurin für das Feuilleton.

          Und er lässt Taten folgen. Von sofort an können sich Verlage aus aller Welt für die 73 .Ausgabe der Frankfurter Buchmesse, die vom 20. bis zum 24. Oktober stattfinden wird, anmelden. Konkret gesprochen, soll es also wirklich eine physische Bücherschau in den Messehallen 3 für die deutschsprachige Literatur sowie den Hallen 4 und 6 für die internationale Buchwelt sowie dem Forum und der Festhalle werden, mit real anwesenden Verlegern, Autoren, Lektoren und natürlich Lesern – ergänzt durch digitale Formate. Zugleich sind die Veranstalter vorbereitet auf alle Eventualitäten. Das Hybridmodell könne jederzeit, so heißt es, an die jeweilige pandemische Entwicklung angepasst werden. Der Schutz der Gesundheit von Ausstellern und Besuchern habe oberste Priorität. Im Fokus sollen der internationale Rechtehandel und Publikumsveranstaltungen mit Autorinnen und Autoren stehen; Ehrengast ist nach dem Ausfall im vorigen Jahr wiederum Kanada.

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