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Als Marcel Reich-Ranicki vor vier Jahrzehnten die Frankfurter Anthologie begründete, war nicht abzusehen, wie lange dieses Experiment Bestand haben würde. Auch nach vierzig Jahren ist der ewige Vorrat deutscher Poesie keineswegs aufgebraucht. Dennoch ist es an der Zeit für eine Öffnung. So wird sich die Frankfurter Anthologie, die von Oktober 2014 an von Hubert Spiegel betreut wird, künftig der Poesie aus aller Welt widmen: Neben deutschsprachigen Gedichten soll auch fremdsprachige Lyrik behandelt werden, sofern sie in einer angemessenen Übersetzung vorliegt. Die inzwischen annähernd 2000 Gedichte der Frankfurter Anthologie werden auch in einer Buchreihe veröffentlicht.

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Frankfurter Anthologie : Gottfried Benn: „Stille“

Einstiges, Kommendes, Heutiges: Ein Weihnachtsgedicht, aber eines das zurückschaut auf frühe Bande und späte Verbundenheit, auf die Feste der Kindheit und ein ganzes Leben.

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  • Frankfurter Anthologie : Johannes Bobrowski: „Immer zu benennen“

    Wie wird man den Dingen und vor allem dem östlichen Europa gerecht? Das war ein Hauptthema des in Tilsit geborenen Lyrikers Johannes Bobrowski. Sein Gedicht „Immer zu benennen“ gibt eine Antwort.