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Leser fragen, der Kritiker erklärt die Weltliteratur

Leseempfehlungen, kurze Urteile, Hinweise zu vergessenen Büchern, Überprüfung von Kritiker-Urteilen, Klatsch und Tratsch über verstorbene und zeitgenössische Schriftsteller: Von Februar 2003 an beantwortete Marcel Reich-Ranicki in dieser Kolumne zehn Jahre lang Fragen zum Thema Literatur und literarisches Leben.

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  • Seine Lebensangst wollte er mit gesteigerter Vitalität tarnen und verdrängen: Ernest Hemingway (1899-1961)

    Fragen Sie Reich-Ranicki : Außenseiter und Abenteurer

    Er war ein Spieler und ein Träumer mit einem schwermütigen Charakter, der das Leben abwechselnd als herrlich oder abstoßend empfand. Marcel Reich-Ranicki über Ernest Hemingway im Blick der Gegenwart.
  • Brüstete sich stets mit seinem Mut und seiner Männlichkeit: Ernest Hemingway (1899 bis 1961)

    Fragen Sie Reich-Ranicki : Ein Weltmeister im Selbstlob

    Er ist das Genie der raffinierten Einfachheit, ein Getriebener, der nichts als die Wahrheit erzählen wollte und zugleich Opfer des eigenen Mythos war. Was sich heute über Hemingway sagen läßt, weiß Marcel Reich-Ranicki.
  • Thomas Bernhard und sein Verleger Siegfried Unseld

    Fragen Sie Reich-Ranicki : Die Zärtlichkeit eines Zorns

    Wutrede mit versöhnlichen Akzenten: Thomas Bernhards „Holzfällen“ schildert die von Zorn verdeckte Sehnsucht eines manischen Egozentrikers nach seiner Heimatstadt Wien und ihren Menschen.
  • Fragen Sie Reich-Ranicki : Ein Gefühlssozialist

    Wie sein einstmaliger Erfolg gute Gründe hatte, so hat sie in nicht geringerem Maße auch die Vergänglichkeit seiner Prosa: Marcel Reich-Ranicki über die wechselhafte Karriere des Schriftstellers Leonhard Frank.
  • Arno Schmidt in Bargfeld nach 1972

    Fragen Sie Reich-Ranicki : Die Avantgarde altert rasch

    Seine Prosa suchte Erlösung in der Mathematik, seine Metaphern konnten ihre Herkunft aus der Lyrik des Expressionismus nicht verbergen: Marcel Reich-Ranicki über sein zwiespältiges Verhältnis zu Arno Schmidt, dem Dichter aus Bargfeld.
  • Fragen Sie Reich-Ranicki : Ich kapitulierte

    1940 floh Nelly Sachs aus Deutschland, aber auch in ihrer neuen Heimat Stockholm fürchtete sie sich noch viele Jahre vor den Nazis. Marcel Reich-Ranicki über ein schwieriges Gespräch mit der Literaturnobelpreisträgerin.
  • Fragen Sie Reich-Ranicki : Verleger sind keine Volkserzieher

    Fast immer werden schlechte Romane guten Kurzgeschichtenbänden vorgezogen. Seit Jahren vegetiert die kleine Form, die einmal der Stolz der deutschen Nachkriegsliteratur war, nur noch dahin. Müsste es in unserer hastigen Zeit nicht andersherum sein?
  • Fragen Sie Reich-Ranicki : Der polnische Goethe

    Kunst und Leben: Polens Dichterfürst Adam Mickiewicz durfte mindestens bis zum Ersten Weltkrieg nicht kritisiert werden. In Deutschland hat sein wunderbares Nationalepos trotz zahlreicher Übersetzungen keine Leser finden können.
  • Fragen Sie Reich-Ranicki : Polens ungekrönter König

    Joseph Conrad ist der einzige polnische Schriftsteller von Weltruhm. Woran liegt es, dass die polnische Literatur in ihrer Heimat so geliebt, im Ausland dagegen weitgehend unbekannt ist? Nach Antworten sucht Marcel Reich-Ranicki.
  • Waren eng befreundet: Ingeborg Bachmann und der Komponist Hans Werner Henze

    Fragen Sie Reich-Ranicki : Der Dichter und sein Stethoskop

    Warum sollte Marcuse nicht vergessen werden? Weshalb wirkte Ingeborg Bachmann so stark auf Männer? Und warum gibt es heute so wenig schreibende Ärzte? Nach Antworten sucht Marcel Reich-Ranicki.
  • Fragen Sie Reich-Ranicki : Der nächste von allen Sternen

    Der heiße Atem der Revolution weht durch die Schriften Georg Büchners, der nach ihrem Scheitern zum Dichter der großen Vergeblichkeit wurde. Marcel Reich-Ranicki über den Schriftsteller seiner Jugend, dem er bis heute die Treue gehalten hat.
  • Ein Feuilletonist im Pantheon der deutschen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts: Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

    Fragen Sie Reich-Ranicki : Ein Deutscher ohne Deutschland

    Feuilletonist, Romanautor, linker Demokrat: Kurt Tucholsky wurde während der Weimarer Republik von der Kritik zuweilen ignoriert, doch sein Publikum liebte ihn. Wie sieht man den Publizisten heute? Marcel Reich-Ranicki hat eine Antwort.
  • Ein hochreizbares Temperament: der Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky

    Fragen Sie Reich-Ranicki : Ein Kleinkunsttalent des größten Formats

    Ein genialer Schriftsteller war er nicht, seine Bücher haben etwas Rasches und Flüchtiges. Aber an den Feuilletonisten Kurt Tucholsky reichte an Unterhaltsamkeit, Leichtigkeit und Treffsicherheit kaum einer heran. Ein Porträt von Marcel Reich-Ranicki.