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Amazon als Verleger : Der nächste Schritt

  • Aktualisiert am

Amazon-Lager in Leipzig Bild: dpa

Der Internetgigant Amazon will alles haben. Jetzt tritt er erstmals als Verleger auf und startet ein deutschsprachiges Verlagsprogramm. Welche Konditionen er seinen Autoren bieten will, lässt er offen.

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          Amazon schreitet auf dem Weg des Unternehmens vom Online-Buchhändler zum Verlagshaus weiter voran. Vor drei Jahren hat der Internethändler die Plattform „Kindle Direct Publishing“ eröffnet, auf der jeder, der sich dazu berufen fühlt, sein Manuskript als E-Book veröffentlichen kann. Hobbyautoren nutzen diese Möglichkeit seitdem in Scharen, und in einigen Fällen ist der Online-Publikation die Veröffentlichung in einem traditionellen Verlag gefolgt.

          Jetzt startet Amazon ein deutschsprachiges Verlagsprogramm. Wie das Unternehmen bekanntgab, wird das europäische Amazon-Publishing-Team „Belletristik in deutscher Sprache akquirieren und als E-Book auf dem Kindle sowie als Printausgaben auf Amazon verfügbar machen“. Für dieses Frühjahr werden mehrere Titel angekündigt, etwa von Emily Bold, nahezu unbekannt im Buchhandel, aber ein Star im Bereich des Self-Publishing.

          Über die Verlagsmarke „Amazon Crossing“ stellt das Unternehmen seinen Autoren die internationale Vermarktung ihrer Bücher in Aussicht und verweist dabei auf Erfolgsfälle wie die „Henkerstochter“-Romane von Oliver Pötzsch, von denen in englischer Übersetzung weltweit mehr als eine Million Buch-, Hörbuch- und Kindle-Fassungen verkauft worden seien. Auf Anfrage dieser Zeitung teilte Amazon mit, man werde seinen Autoren künftig auch die Leistungen traditioneller Verlage in den Bereichen Lektorat, Korrektorat, Gestaltung und Marketing anbieten. Zu welchen Honorar- und Vertragskonditionen dies geschehen soll, darüber schweigt sich das Unternehmen aus.

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