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Bilanz des Buchhandels 2013 : Hoffnung für den Ladenhandel

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Es läuft gut für die deutschen Buchhandlungen: Im Jahr 2013 konnten sie erstmals seit Jahren wieder ein leichtes Umsatzwachstum verbuchen Bild: Röth, Frank

Kündigt sich im Buchhandel eine Trendwende an? Während die Umsätze in Online-Shops im vergangenen Jahr gesunken sind, konnten stationäre Fachgeschäfte ein leichtes Umsatzplus verbuchen.

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          Nach ersten Schätzungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels haben stationäre Buchhändler im vergangenen Jahr rund 0,9 Prozent mehr Umsatz gemacht als 2012. Die Umsätze der Online-Händler seien demgegenüber um rund zwei Prozent gesunken. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Mittwoch zum Auftakt der Leipziger Buchmesse bekannt. Insgesamt habe sich der Umsatz gegenüber dem Jahr 2012 nicht verändert.

          Als Grund für den Erfolg der Buchgeschäfte sieht Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, vor allem die guten Beratungsleistungen der Sortimentsbuchhandlungen: „Viele Buchkäufer spüren, dass die Geschäftsmodelle des stationären Buchhandels sehr viel nachhaltiger sind als die der globalen Konzerne.“ Die Investition vieler Händler in intensive Beratung würde sich nun allmählich auszahlen.

          Auch in den ersten Monaten des Jahres 2014 habe sich der stationäre Buchhandel bisher verhältnismäßig gut geschlagen: So musste der gesamte Buchmarkt, zu dem auch Online-Shops, Warenhäuser und Bahnhofsbuchhandlungen zählen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2,8 Prozent weniger Umsatz hinnehmen. Betrachtet man jedoch die Buchhändler allein, fiel das Umsatzminus mit 0,4 Prozent deutlich geringer aus.

          Umsatztreiber im stationären Geschäft waren vor allem Sachbücher (plus 7,7 Prozent), Ratgeber (plus 6,7 Prozent) und Reiseliteratur (plus 6,0 Prozent). Weniger erfolgreich waren hingegen Romane (minus 6,3 Prozent) sowie Kinder- und Jugendbücher (minus 2,3 Prozent).

          Mit Sorge beobachten die deutschen Verlage und Buchhandlungen die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten. Vor allem die Intransparenz der Verhandlungen sei nicht hinnehmbar. „Wir verlangen von der EU, die Geheimniskrämerei zu beenden und offenzulegen, welche konkreten Waren und Dienstleistungen im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft auf der Agenda des Freihandelsabkommens stehen“, so Alexander Skipis.https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/thema/leipziger-buchmesse

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