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Célines Manuskriptschatz : Wer war der Hüter seiner Texte?

  • -Aktualisiert am

Wusste er da, wie es um die von ihm selbst so lautstark als verloren beklagten Manuskripte stand: Céline im August 1960 an seinem Zaun in Meudon. Bild: Paris Match/Getty Images

Vor einem Jahr tauchten seit dem Kriegsende verschollene Manuskripte von Céline wieder auf. Nun werden die Hintergründe ihrer Unterschlagung und Rückkehr erzählt – ein echter Krimi.

          7 Min.

          Neuer Paukenschlag in der Sache der seit 1944 verloren geglaubten, dann letztes Jahr wiederaufgetauchten Céline-Manuskripte. Jean-Pierre Thibaudat, der das Konvolut in seiner Zeit als Theaterkritiker für die Pariser Tageszeitung „Libération“ anvertraut bekommen und zwei Jahrzehnte lang gehütet hatte, ist jetzt ausführlich auf die Geschichte um den Sensationsfund zurückgekommen. Zunächst wollte ­Thibaudat sogar ein Buch zum Thema schreiben. Doch die romanhafte Ausschmückung, die sich kontaktierte Ver­leger wünschten, behagte ihm nicht. So hat er jetzt in seinem Blog bei der Internetzeitung „Mediapart“ in neun ver­öffentlichten Beiträgen seine Sicht der Dinge vorgetragen.

          Der Anfang liegt in nebulöser Vorzeit. Irgendwann Ende der Neunzigerjahre habe ihn ein Freund kontaktiert: Bekannte hätten eine Kiste Céline-Manuskripte geerbt, ob er sich die einmal anschauen möge? Beim ersten Besuch gingen Thibaudat die Augen über: Es handelte sich um Abertausende handbeschriebener Seiten zu­züglich Dokumenten verschiedenster Art.

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