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Monika Maron und S.Fischer : Nicht die Positionen, sondern die Partner stören uns

  • -Aktualisiert am

Siv Bublitz, Leiterin des Verlags S. Fischer Bild: dpa

Der Verlag S. Fischer hat nach vier Jahrzehnten erfolgreicher Zusammenarbeit die Trennung von seiner Autorin Monika Maron bekanntgegeben. Die Verlagsleiterin Siv Bublitz äußert sich zu den Gründen der Entscheidung.

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          Welche Gründe gibt es für die Trennung von der Autorin Monika Maron, und welchen Inhalts war Ihre vorherige Auseinandersetzung mit der Autorin, von der Montagabend in der Pressemitteilung die Rede war?

          Jan Wiele
          Redakteur im Feuilleton.

          Monika Maron ist eine wichtige Schriftstellerin. Für die deutschsprachige Literatur, und vier Jahrzehnte lang auch für unseren Verlag. In ihren Büchern verhandelt sie klug politische Themen und spielt raffiniert mit gesellschaftlichen Widersprüchen. Über die vielfache und überwiegend positive Resonanz auf ihren jüngsten Roman „Artur Lanz” haben wir uns sehr gefreut. Ja, es ist wahr, wir werden keine neuen Verträge abschließen. Der Grund für diese Entscheidung liegt nicht in den politischen Themen der Bücher oder in den journalistisch-politischen Äußerungen von Monika Maron. Dass sich Autorinnen und Autoren ganz unterschiedlich äußern und engagieren, ist normal und auch sehr wichtig für einen Verlag. Ein Verlagsprogramm braucht Vielfalt, in einem guten Verlag muss man auch streiten können. Solange man einander vertraut, kann das kein Grund sein für eine Trennung. Der Grund für unsere Entscheidung ist eine Publikation von Frau Maron im Buchhaus Loschwitz, das mit dem Antaios Verlag kooperiert. Dort erscheinen zahlreiche Bücher, die völkisch-rassistische Positionen vertreten. Die Grenzen unseres Meinungsspektrums sind bewusst weit gesteckt, zugleich aber klar. Dass eine Autorin gleichzeitig in diesem Umfeld und bei S. Fischer publiziert, ist für uns nicht hinnehmbar. Wir versuchten, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Aber das scheiterte letztendlich: Sie empfand unsere Fragen als Zumutung und war zu einer klaren Distanzierung nicht bereit. Wir entschieden dann, keinen Vertrag für ein neues Buch anzubieten.  

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