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Georg-Büchner-Preis : Terézia Mora erhält wichtigste deutsche Literaturauszeichnung

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Terézia Mora bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2013 in Frankfurt. Bild: dpa

Drastik und Zartheit: Die Schriftstellerin Terézia Mora bekommt den Georg-Büchner-Preis 2018. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit.

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          Die ungarische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin Terézia Mora wird mit dem diesjährigen Georg-Büchner-Preis geehrt. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit.

          Sie erhalte die Auszeichnung „für ihre eminente Gegenwärtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drasik und Zartheit vereint“, hieß es in der Begründung der Jury. „In ihren Romanen und Erzählungen widmet sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche und trifft damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit.“ Schonungslos nehme sie die Verlorenheit von Großstadtnomaden in den Blick und lote die Abgründe innerer und äußerer Fremdheit aus.

          Mora wurde 1971 im ungarischen Soporn geboren und in ihrer zur deutschen Minderheit gehörenden Familie zweisprachig aufgezogen. Sie lebt in Berlin und ist seit 1998 freie Autorin. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“, den zweiten Teil einer Trilogie um den IT-Spezialisten Darius Kopp, bekam sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Sie erhielt auch eine Reihe anderer Auszeichnungen, etwa den Ingeborg-Bachmann-Preis 1999.

          Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland und wird seit 1951 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, die „in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben.“ Zu den Preisträgern gehören Max Frisch und Günter Grass. Im vergangenen Jahr erhielt der Lyriker Jan Wagner die Auszeichnung.

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