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Französisch-marokkanische Autorin : Prix Goncourt für Leïla Slimani

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Strahlend im Restaurant „Le Drouant“: Leïla Slimani bei der Zuerkennung des Prix Goncourt an diesem Donnerstag in Paris Bild: AFP

Das Preisgeld ist nicht der Rede wert, das Renommee dieser Auszeichnung ist beträchtlich: In diesem Jahr erhält die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani den Prix Goncourt.

          Die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leïla Slimani erhält in diesem Jahr den Prix Goncourt, den wichtigsten französischen Literaturpreis. Die 35 Jahre alte Journalistin und Autorin wird für ihr Buch „Chanson douce“ (etwa: Sanftes Wiegenlied) ausgezeichnet, wie die Jury an diesem Donnerstag mitteilte. Der zeitgleich vergebene Prix Renaudot geht an die international bekannte Schriftstellerin und Theaterautorin Yasmina Reza für „Babylone“.

          „Chanson douce“ ist der zweite Roman Slimanis. Das Werk erzählt die Geschichte einer jungen Mutter, deren beide Kinder von ihrer Babysitterin ermordet werden. Wie die Jury mitteilte, konnten sich die Juroren schon im ersten Wahlgang auf die junge Autorin einigen. Als Journalistin hat die in Rabat geborene Slimani Artikel für die Zeitschrift „Jeune Afrique“ zu Themen über Nordafrika geschrieben. Der Prix Goncourt ist mit symbolischen 10 Euro dotiert. Die Auszeichnung kurbelt vor allem die Verkaufszahlen an. Sie wird seit 1903 vergeben.

          Yasmina Reza erhält mit dem seit 1926 vergebenen Prix Renaudot erstmals einen der bedeutenden französischen Literaturpreise. In „Babylone“ beschreibt die 57-Jährige einen feucht-fröhlichen Abend unter Freunden, der damit endet, dass Jean-Lino seine Frau Lydie erwürgt. Die Autorin von Theaterstücken, Romanen und Drehbüchern ist weltweit mit ihren Bühnenwerken „Kunst“, „Drei Mal Leben“ und „Der Gott des Gemetzels“ (2011 von Roman Polanski verfilmt) bekannt geworden.

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