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Paul Celan in Israel : Wo soll ich jetzt hin mit diesem Dort?

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Er wusste, dass er auch hier nicht dazugehören durfte: Paul Celans erste und einzige Israel-Reise im Herbst 1969 begann voller Hoffnung und endete in einem Fiasko. Ein Gastbeitrag.

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          An einem Dienstag, dem 30.September 1969, um 16.40 Uhr israelischer Zeit landete Paul Celan mit einer Maschine der Air France in Lydda. Er kam nicht als Privatperson, sondern als Dichter, geboren 1920 in Czernowitz/Bukowina, dem „Klein-Jerusalem am Pruth“, deutsch schreibend, mit Wohnsitz in Paris, geehrt mit Literaturpreisen in Bremen und Darmstadt. Mit seinem Gedicht „Denk dir“ hatte er nach dem für Israel siegreichen Sechstagekrieg im Juni 1967 für die Wiedervereinigung Jerusalems Partei ergriffen. Gideon Kraft, der Bruder von Celans Jugendfreundin Ruth, hatte schließlich die von Celan gewünschte Einladung durch die Kulturabteilung der israelischen Gewerkschaft Histadrut bewirkt.

          Nach zwei erlebnis- und begegnungsreichen Wochen im Land wird Celan in Tel Aviv bei einer Begegnung mit israelischen Kollegen im Schriftstellerhaus Shaul Tschernikowsky sagen: „Ich bin zu Ihnen nach Israel gekommen, weil ich das gebraucht habe. Wie nur selten eine Empfindung, beherrscht mich, nach allem Gesehenen und Gehörten, das Gefühl, das Richtige getan zu haben – ich hoffe, nicht nur für mich allein.“

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