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Navid Kermanis Dankesrede : Der fremde Blick

  • -Aktualisiert am

Aus der Dokumentation „A life on our planet“ von David Attenborough Bild: Picture-Alliance

Eins zu sein mit allem, was lebt: Was Hölderlin als Bestimmung des Menschen sah, wird heute, da wir die Grundlage unseres Lebens zerstören, zur politischen Notwendigkeit. Dankesrede zur Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg.

          17 Min.

          Was würde Friedrich Hölderlin denken, wenn er uns hier sähe? Wenn er jetzt in die Kirche träte?, damals die Gemeindekirche des Städtchens Homburg vor der Höhe, in der er manches Gebet gesprochen haben wird, wenngleich eher unter der Woche, im Stillen, als im sonntäglichen Gottesdienst. „Ich bin nicht scheu, weil ich mich fürchte, von der Wirklichkeit in meiner Eigensucht gestört zu werden, aber ich bin es, weil ich mich fürchte, von der Wirklichkeit in der innigen Theilname gestört zu werden, mit der ich mich gern an etwas anderes schließe“, schrieb er am 12. November 1798 von seiner Wohnung in der Haingasse 36 aus, nur ein paar Schritte entfernt von dieser Kirche, an seinen Freund Neuffer: „Ich fürchte, das warme Leben in mir zu erkälten an der eiskalten Geschichte des Tags.“ Hölderlin, so viel lässt sich wohl sagen, Hölderlin würde es unter uns frieren.

          „Und wehe dem Fremdling, der aus Liebe wandert, und zu solchem Volke kömmt, und dreifach wehe dem, der, so wie ich, von großem Schmerz getrieben, ein Bettler meiner Art, zu solchem Volke kömmt! -“

          Denn Hölderlin, wenn er für unsre, seine Feierstunde aus dem Himmel herabstiege, Hölderlin würde glauben, in der Sitzordnung ein Bild unserer Gesellschaft zu erkennen. Er würde meinen, wir heutigen Menschen wären sosehr auf unsere Einsamkeit bedacht, dass wir auf den Zentimeter genau darauf achteten, uns nicht einmal mit ausgestreckten Armen zu berühren. Hätte er anfänglich noch gelacht, als wir uns zur Begrüßung mit zurückgelehntem Oberkörper die Ellbogen entgegenhielten, so bemerkte er nun die Anspannung, die noch beim Lachen oder beim Applaus in den Blicken eines jeden Publikums liegt, weil in geschlossenen Räumen nicht einmal der Luft mehr zu trauen ist. Er würde über die Masken erschrecken, die Sie alle tragen und auch ich wieder aufsetzen werde, sobald ich vom Pult trete. Vermutlich würde er mich für den Pfarrer halten, der jedes Formbewusstsein verloren hat, und Sie, meine Damen und Herren, hielte er für die versprengte Schar von Christen, die es noch in Homburg gibt. Und ganz sicher würde er einen Zusammenhang vermuten zwischen den uniformen Abständen, ungelenken Begrüßungen, ernsten Blicken, hässlichen Masken und auch der Kirche, die nicht einmal sonntags mehr gefüllt ist:

          „Feiern möcht‘ ich, aber wofür? und singen mit Andern
          Aber so einsam fehlt jegliches Göttliche mir.
          Dies ist’s, dies mein Gebrechen, ich weiß, es lähmet ein Fluch mir
          Darum die Sehnen, und wirft, wo ich beginne, mich hin,
          Daß ich fühllos sitze den Tag, und stumm wie die Kinder,
          Nur vom Auge mir kalt öfters die Träne noch schleicht,
          Und die Pflanze des Felds, und der Vögel Singen mich trüb macht,
          Weil mit Freuden auch sie Boten des Himmlischen sind,
          Aber mir in schaudernder Brust die beseelende Sonne,
          Kühl und fruchtlos mir dämmert, wie Strahlen der Nacht,
          Ach! und nichtig und leer, wie Gefängniswände, der Himmel
          Eine beugende Last über dem Haupte mir hängt!“










          Sicher, wir könnten Hölderlin beruhigen, die Sonderlichkeiten sind einer ansteckenden Krankheit geschuldet und immerhin leichter erträglich als die Pestordnung seiner eigenen Zeit. Im nächsten Sommer, spätestens im Herbst habe unsere Wissenschaft den Erreger besiegt und könnten wir uns wieder ohne Furcht begegnen. Und Sie, meine Damen und Herren, könnten mich belehren, dass sich „Menons Klagen um Diotima“, aus denen ich vorgetragen habe, bei aller Vieldeutigkeit nicht auch noch auf Corona beziehen lassen. Aber wir könnten auch den fremden Blick Hölderlins ernstnehmen, wenn er sich heute umschaute in unserer Welt.

          Wozu Dichter in dürftiger Zeit?

          Es mag nur ein Zufall sein, dass die Pandemie in sein Gedenkjahr fällt. Gleichwohl klangen seine Gedichte neu und durchaus erschreckend, als von einer auf die andere Woche das Vertrauteste uns fremd wurde, eine simple Begrüßung, die eigene Straße, ein Kinderspielplatz, eine Kantine, ein Flirt, ein Hörsaal, der Besuch bei den Großeltern, ein Begräbnis, eine Notfallambulanz. Und damit meine ich nicht die notorische Frage: „Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“ aus der Elegie „Brod und Wein“, die vielen auf der Lippe lag, als Amazon Bücher aus dem Vertrieb nahm zugunsten von Drogerieartikeln – und sich auch ab morgen wieder stellt, wenn der Staat die Kultur ausdrücklich zur Unterhaltung erklärt und deshalb Bühnen, Museen, Konzerthäuser schließt, wozu Dichter in dürftiger Zeit?, während Shopping Malls als lebenswichtig gelten. Ich meine nicht die beiden Zeilen aus der Hymne „Patmos“, „Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch“, welche die Hoffnung auf einen Impfstoff kleideten oder die Illusion verbrämten, daaa die Welt nun endlich zusammenrücken werde, weil auch das Virus keine nationalen Grenzen kennt.

          Nein, ich meine die Brüche und Abbrüche, das Stocken und Stottern in Hölderlins Spätwerks, als auch für uns das Leben stillstand. Ich meine das Gefühl, einer unbestimmten, höheren Macht ausgeliefert zu sein, als die Menschen wie Schatten ausharrten in ihren Wohnungen, zwei, drei volle Monate lang in Spanien, in Norditalien, in Teheran und New York und am gespenstischsten in den Altersheimen, von einem Fluch gelähmt die Sehnen, hingeworfen, wo sie begannen, fühllos saßen den Tag, und stumm wie die Kinder, nur vom Auge ihnen kalt öfters die Träne noch schlich. Ich meine die Entfremdung als eine grundlegende Erfahrung der Moderne, die Hölderlin erfasst hat, vorausgefühlt, in Landschaftsbilder, Traumgesichte, Atem, trauernden Ton und ungleiche Rhythmen verwandelt, Entfremdung der Sprache, Entfremdung der Menschen, Entfremdung der Arbeit, Entfremdung zuerst und zuvörderst von der Natur.

          Raubbau an den Ressourcen

          Die Pflanze des Feldes und der Vögel Singen machten ihn trüb, klagt Menon in der eben zitierten Strophe. Die Sonne, die den Menschen doch eigentlich beseelt, sie dämmert kühl und fruchtlos in schaudernder Brust wie Strahlen der Nacht. Der Himmel, selbst der offene, freie, herrliche Himmel, hängt nun wie Gefängniswände über dem Haupt, zur beugenden Last geworden und dabei nichtig und leer. Und warum? Hölderlin deutet es zu Beginn der Strophe an: „So einsam fehlt jegliches Göttliche mir.“ Es ist die Vereinzelung des modernen Menschen, der den gemeinsamen Ursprung aller Geschöpfe nicht mehr fühlt, seit er sich selbst als Schöpfer der Wirklichkeit sieht: „Dies ist’s, dies mein Gebrechen.“ Ebenfalls in Homburg, ein halbes Jahr nach dem eingangs zitierten Brief an Neuffer, schrieb Hölderlin seinem Bruder Karl: „Aber wir sind schon lange darinn einig, daß alle die irrenden Ströme der menschlichen Thätigkeit in den Ocean der Natur laufen, so wie sie von ihm ausgehen. Und eben diesen Weg, den die Menschen gröstentheils blindlings, oft mit Unmuth und Widerwillen, und nur zu oft auf gemeine unedle Art gehen, diesen Weg ihnen zu zeigen, daß sie ihn mit offenen Augen und mit Freudigkeit und Adel gehen, das ist das Geschäfft der Philosophie, der schönen Kunst, der Religion, die selbst auch aus jenem Triebe hervorgehn.“

          Es mag nur ein Zufall sein, dass die Pandemie in Hölderlins Gedenkjahr fällt. Aber kein Zufall ist es, dass der Heilige Geist in Hölderlin drang, just als sich der Mensch die Erde untertan zu machen begann, aber anders als von Gott gedacht, nämlich sie zu plündern, zu vergewaltigen und zu zerstören. Mein Laudator, Jürgen Kaube, hat in seiner Biographie Hegels soeben die Welt prägnant beschrieben, in die ein paar Kilometer entfernt 1770 auch der gleichaltrige Hölderlin geboren wurde: die einsetzende Industrialisierung, die mit hoher Arbeitsteilung und rasanter Verstädterung einherging, die Entwicklung der Dampfmaschine, die Erstbesteigung des Montblanc und die erste Expedition zum Südpol, die gleichzeitige Vermessung des Sonnensystems von astronomischen Stationen auf der ganzen Welt, die Globalisierung, lange bevor das Wort in Umlauf kam, die Entdeckung der chemischen Elemente, 1766 der Wasserstoff, 1772 der Sauerstoff, 1775 der Kohlenstoff, 1777 der Schwefel und dazwischen, 1775, der letzte Hexenprozess.

          Navid Kermani hält die Dankesrede zur Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Preises in der Schlosskirche in Bad Homburg
          Navid Kermani hält die Dankesrede zur Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Preises in der Schlosskirche in Bad Homburg : Bild: Stadt Bad Homburg

          Die technischen, wissenschaftlichen und auch zivilisatorischen Fortschritte, die die Menschheit seither gemacht hat, sind unbestreitbar und sogar spektakulär. Aber wenn wir einmal nicht unsere eigene, menschliche Entwicklung zum Maßstab nehmen, sondern auf die Pflanzen blicken, auf die Tierwelt, die Meere, die Urwälder, die Luft, die Gletscher, das Polareis, den Boden, den wir mit unserem Atommüll für sage und schreibe eine Million Jahre kontaminieren, dann ist das winzige Vierteljahrtausend seit Hegels und Hölderlins Geburt eine evolutionär beispiellose Verlust- und Katastrophengeschichte. Das „Alles ist nützlich“, das Hegel einst zur Devise der Aufklärung erklärte, ist zum Menetekel geworden für den Raubbau an den Ressourcen, der unveräußerlich in der Wachstumslogik des Kapitalismus zu liegen scheint. Umgekehrt wird das mystische „Eins zu sein mit allem, was lebt“, in dem Hölderlin die göttliche Bestimmung des Menschen sah, zur politischen Agenda, wenn der Mensch mit der Schöpfung auch seine eigene Lebensgrundlage zu zerstören droht: „Eins zu seyn mit Allem, was lebt, in seeliger Selbstvergessenheit wiederzukehren in’s All der Natur.“

          Hölderlin hat die Natur nicht auf Ausflügen genossen, auf Expeditionen entdeckt, aus der Kutsche betrachtet, wie Goethe im Labor analysiert. Wie kein anderer Dichter deutscher Sprache hat er, schon weil er kein Geld hatte, aber dennoch ständig unterwegs war, die Natur durchwandert, durchfroren, durchbebt, durchhungert, durchängstigt, durchfühlt und mehrfach überlebt, am Neckar, am Rhein, am Main, an der Donau, für Susette jeden Monat den bestimmten Donnerstag abends von Homburg nach Frankfurt und in derselben Nacht zurück, dürftig bekleidet über die Alpen, im Winter längs und quer durch Frankreich und halb irre im Sommer zurück, Hunderte Nächte am Wegrand geschlafen, sein Gesicht wie das eines Bauern gegerbt, die Beine zerkratzt, die Hände zerschründet, ist über Abgründe geklettert, hat gezittert in Gewittern und Schneestürmen, war hilflos Adlern, Blitzen und auch Räubern ausgesetzt.

          Einklang des Menschen mit der Natur

          Der Leser kennt die Namen der Flüsse, Gebirge, Bäume, Wälder, Meere, Tiere aus Hölderlins Gedichten und Briefen, fühlt das Herzrasen, das keineswegs bildlich war, und er blickt im „Hyperion“ und dem „Empedokles“ auch auf die Landschaften Griechenlands, Kleinasiens und Siziliens, die Hölderlin sich so kühn erträumt hat, dass sie uns lebendiger erscheinen als die Städte, Verkehrstrassen und Gewerbegebiete, aus denen unsere eigene Wirklichkeit besteht. Im „Fragment des Hyperion“ heißt es:

          „Ich weis nicht, wie mir geschieht, wenn ich sie ansehe, diese unergründliche Natur; aber es sind heilige seelige Thränen, die ich weine vor der verschleierten Geliebten. Mein ganzes Wesen verstummt und lauscht, wenn der leise geheimnisvolle Hauch des Abends mich anweht. Verloren ins weite Blau, blik’ ich oft hinauf an den Aether, und hinein ins heilige Meer, und mir wird, als schlösse sich die Pforte des Unsichtbaren mir auf und ich vergienge mit allem, was um mich ist, bis ein Rauschen im Gesträuche mich aufwekt aus dem seeligen Tode, und mich wider Willen zurückruft auf die Stelle, wovon ich ausging. Meinem Herzen ist wohl in dieser Dämmerung. Ist sie unser Element, diese Dämmerung? Warum kann ich nicht ruhen darinnen?“

          Hölderlin hat die Natur nicht verklärt, hat tief das Bedrohliche, Blindwütige, Zerstörerische empfunden, wo kein Wille, keine Liebe wirkt. Die friedfertige, anmutige und auch gestaltete Natur war sein Ideal, die Gärten, die Felder, die Ufer, die Teiche, nicht den offenen, fremden Atlantik vor Bordeaux, sondern das menschennahe Meer des Archipelagus, die „lieblichen Inseln“ Tina und Kalaura, nicht die Wildnis, nicht das Rohe, sondern der Einklang des Menschen mit Pflanzen und Tieren, etwa wenn im „Hyperion“ der Blick von der Bergeshöhe hinabgeht auf die gleichsam gemalte Ebene Kleinasiens; als Form erst, als Bild ist die Natur beseelt und göttlich, wie Hölderlin im berühmten Brief an Böhlendorff 1802 erklärt: das Gewitter nicht als bloße Erscheinung, sondern „in eben dieser Ansicht, als Macht und Gestalt“, das Licht als „Prinzip und Schiksaalsweise bildend, daß uns etwas heilig ist“, die Wälder in ihrer Charakteristik „und das Zusammentreffen in einer Gegend von verschiedenartigen Karakteren der Natur“. So sind auch die antiken Götter zu verstehen, die Hölderlin dauernd anführt, nicht als urwüchsige, damit gefühlsgleiche Elemente, sondern als erkannte, spezifischen Eigenschaften zugeordnete Natur. Ebenso wie Jesus Christus verkörpern sie als Gottmenschen den Ausgleich der widerstrebenden Kräfte, die den sterblichen Menschen zerreißen, das „Aorgische“ und das „Organische“, also Chaotische und Gefügte, Anlage und Bildung, Zufall und Bestimmung, Trieb und Kultur, Körper und Geist, Sinnlichkeit und Vernunft, Freiheit und Zwang, Gestalt und Offenheit. „Die Kunst ist die Blüthe, die Vollendung der Natur“, schrieb Hölderlin im „Grund zum Empedokles“: „Natur wird erst göttlich durch die Verbindung mit der verschiedenartigen aber harmonischen Kunst, wenn jedes ganz ist, was es seyn kann, und eines verbindet sich mit dem andern, ersetzt den Mangel des andern, den es nothwendig haben muß, um ganz das zu seyn, was es als besonderes seyn kann, dann ist die Vollendung da, und das Göttliche ist in der Mitte von beiden.“

          Das ganze Schicksal seiner Zeit

          Aus den Dichtungen Hölderlins spricht bei aller Eigentümlichkeit nicht die Befindlichkeit eines einzelnen Ichs. Es ist das Sein, das zum Subjekt wird, gerade so, wie es Diotima an Hyperion beschreibt, an dem unaustilgbar das ganze Schicksal seiner Zeit hafte, „weil er nicht rauh genug ist, um es auszustoßen, und nicht schwach genug, es auszuweinen“. Und immer wieder ein ähnlicher Verlauf von der Harmonie über den Bruch zur Sehnsucht, abgeschlossen im Roman, entworfen im Trauerspiel, auf zwei kurze, gegensätzliche Strophen verdichtet in der „Hälfte des Lebens“, eben in seiner Brüchigkeit vollendet in den Elegien und späten Hymnen, nur noch als Reminiszenz in den Turmgedichten. An drei Beispielen möchte ich das veranschaulichen, je eines aus der Lyrik, den Briefen und der Prosa.

          Den unbewussten, kindlichen oder auch vorgeburtlichen Einklang des Menschen mit der Natur hat Hölderlin am reinsten ausgedrückt in einem undatierten, ohne Titel und nur handschriftlich überlieferten Gedicht:

          „Da ich ein Knabe war,
          Rettet‘ ein Gott mich oft
          Vom Geschrei und der Ruthe der Menschen,
          Da spielt‘ ich sicher und gut
          Mit den Blumen des Hains,
          Und die Lüftchen des Himmels
          Spielten mit mir.
          Und wie du das Herz
          Der Pflanzen erfreust,
          Wenn sie entgegen dir
          Die zarten Arme strecken,
          So hast du mein Herz erfreut,
          Vater Helios! und, wie Endymion,
          War ich dein Liebling,
          Heilige Luna!
          O all ihr treuen
          Freundlichen Götter!
          Daß ihr wüßtet,
          Wie euch meine Seele geliebt!
          Zwar damals rieff ich noch nicht
          Euch mit Nahmen, auch ihr
          Nanntet mich nie, wie die Menschen sich nennen,
          Als kennten sie sich.
          Doch kannt‘ ich euch besser,
          Als ich je die Menschen gekannt,
          Ich verstand die Stille des Aethers,
          Der Menschen Worte verstand ich nie.
          Mich erzog der Wohllaut
          Des säuselnden Hains
          Und lieben lernt ich
          Unter den Blumen.
          Im Arme der Götter wuchs ich groß.“






























          Dann der Bruch, das Trauma der Trennung und damit Entfremdung, Vereinsamung, das jedoch ebenfalls in der Natur angelegt ist, weil der Mensch nach Erkenntnis, nach Herrschaft, nach Vervollkommnung strebt. Ausführlich hat Hölderlin die Negative Dialektik in dem Homburger Brief an den Bruder erklärt: „Warum leben sie nicht, wie das Wild im Walde, genügsam, beschränkt auf den Boden, die Nahrung, die ihm zunächst liegt, und mit der es, das Wild, von Natur zusammenhängt, wie das Kind mit der Brust seiner Mutter? Da wäre kein Sorgen, keine Mühe, keine Klage, wenig Krankheit, wenig Zwist, da gäb‘ es keine schlummerlosen Nächte u.s.w. Aber diß wäre dem Menschen so unnatürlich, wie dem Thiere die Künste, die er es lehrt. Das Leben zu fördern, den ewigen Vollendungsgang der Natur zu beschleunigen – zu vervollkommnen, was er vor sich findet, zu idealisiren, das ist überall der eigentümlichste unterscheidendste Trieb des Menschen, und all seine Künste und Geschäffte, und Fehler und Leiden gehen aus jenem hervor. Warum haben wir Gärten und Felder? Weil der Mensch es besser haben wollte, als er es vorfand. Warum haben wir Handel, Schifffahrt, Städte, Staaten, mit all ihrem Getümmel, und Gutem und Schlimmen? Weil der Mensch es besser haben wollte, als er es vorfand. Warum haben wir Wissenschaft, Kunst, Religion? Weil der Mensch es besser haben wollte, als er es vorfand. Auch wenn sie sich untereinander muthwillig aufreiben, es ist, weil ihnen das Gegenwärtige nicht genügt, weil sie es anders haben wollen, und so werfen sie sich früher ins Grab der Natur, beschleunigen den Gang der Welt. So gehet das Gröste und Kleinste, das Beste und Schlimmste der Menschen aus Einer Wurzel hervor.“

          Einheit und Trennung

          Schließlich, nach Einheit und Trennung, die Sehnsucht nach wiedererlangter, nun bewusst erlebter Innigkeit, „göttlich friedlich mit allem“, die allenfalls in kurzen Momenten der Verzückung, der Liebe und Schönheitserfahrung möglich ist, ansonsten nur in der Vernichtung, wo dann allerdings das Bewusstsein wahrscheinlich fehlt. „Wir sterben, um zu leben“, murmelt in den letzten Zeilen vor ihrem Tod Diotima, die im Roman die Gottnatur versinnbildlicht: „Ich werde seyn; ich frage nicht, was ich werde. Zu seyn, zu leben, das ist genug; das ist die Ehre der Götter, und darum ist sich alles gleich, was nur ein Leben ist, in der göttlichen Welt, und es giebt in ihr nicht Herren und Knechte.“

          Zurück bleibt Hyperion, der für den faustischen, den zerstörerischen und zerstörten, der Natur fremdgewordenen Nur-Menschen steht. Unerreichbar die Götter, die droben im Licht auf weichem Boden wandeln, nur noch eine Ahnung die Seligkeit des schlafenden Säuglings, als auch wir, wie die Himmlischen, noch schicksallos atmeten. Ihm ist gegeben, dem leidenden Menschen in Hölderlins und auch in unserer Zeit, wenn nicht seit Anbeginn, auf keiner Stätte zu ruhen, zu schwinden, zu fallen:

          „Blindlings von einer Stunde zur andern
          Wie Wasser von Klippe
          Zu Klippe geworfen,
          Jahr lang ins Ungewisse hinab.“


          Missbrauch der Natur

          Vor drei Wochen, ebenfalls an einem Sonntag, lag ich mit meinen beiden Töchtern abends auf dem Bett der Studentenwohnung, die die Ältere ein paar Wochen zuvor bezogen hatte. Es war ein sonderbarer, aufregender Tag gewesen, weil die Jüngere unter Quarantäne gestellt worden war, ohne Symptome einer Krankheit zum Glück. Soeben hatten wir erfahren, dass der Test, für den ich sie gerade rechtzeitig vor der behördlichen Verfügung zum Flughafen gefahren hatte, negativ ausgefallen war. Weil nach Auskunft des Hausarztes auch die sogenannte Inkubationszeit abgelaufen war, trauten wir uns also wieder, nebeneinander zu liegen.

          Gewiss, es gab immer schon Seuchen. Aber so, wie die Menschheit dann doch das eine oder andere aus der Pest gelernt hat, an der also nicht die Juden oder Hexen schuld waren, wird sie womöglich auch Covid 19, dessen Name allein schon wie aus einem Science Fiction klingt, als Zeichen begreifen – allerdings nicht mehr einer Natur, die in Gestalt von Ratten, Mäusen und Fäkalien beseitigt werden muss, sondern als Zeichen eines Fortschritts, der in die eigene Zerstörung umschlägt. Früh haben die Virologen darauf hingewiesen, und sie hatten ja schon früher längst gewarnt, dass unsere wachsende Verwundbarkeit durch ansteckende Krankheiten eine tiefere Ursache im Bevölkerungswachstum und der Vernichtung naturbelassener Lebensräume hat, massiven Rodungen etwa, derentwegen Tiere, die den Erreger übertragen, in die Nähe menschlicher Siedlungen ausweichen. Konkret für den Ausbruch der aktuellen Pandemie könnten, wie wir inzwischen wissen, die sogenannten Wet Markets verantwortlich sein, auf denen mit lebendigen oder frisch geschlachteten Wildtieren gehandelt wird. Nicht zuletzt bieten die industrielle Fleischproduktion oder auch Nerzfabriken ideale Bedingungen für die Verwandlung von Mikroben in tödliche Krankheitserreger.

          Mithin ist Corona eine unmittelbare Folge unseres schändlichen Missbrauchs der Natur. Und so ist es auch folgerichtig, Zufall oder nicht, dass das Virus eben jene Mobilität, Massenkultur, Lieferketten, Ernährungswirtschaft und Urbanität zum Erliegen gebracht hat, die kennzeichnend sind für unser Lebensmodell. „In der That! es war ein außerordentlich Project, durch eine Räuberbande mein Elysium zu pflanzen“, sagt es Hyperion, und der Krieg, von dem der Roman erzählt, ist bei Hölderlin stets auch der Krieg des Menschen mit der Natur „in und außer mir“: „Nennst du mich muthlos? Liebes Mädchen! es ist des Unheils zu viel. An allen Enden brechen wütende Hauffen herein; wie eine Seuche, tobt die Raubgier in Morea und wer nicht auch das Schwerd ergreift, wird verjagt, geschlachtet und dabei sagen die Rasenden, sie fechten für unsre Freiheit.“

          Der jetzige Ausnahmezustand wird nicht von Dauer sein, und die Schlosskirche wird sich bereits zur nächsten Verleihung des Hölderlinpreises hoffentlich wieder füllen. Aber selbst wenn sie unversehrt bleiben und höchstens die Langeweile sie gequält hat, werden unsere Kinder und wie erst in Norditalien und Spanien, in New York oder Teheran, dereinst von der großen Seuche erzählen wie unsere Eltern oder Großeltern von den Trümmern und Entbehrungen des Kriegs. Einer ganzen Generation wird sich einprägen, dass sie nicht einmal mehr vor die Haustür gehen durfte, obwohl die Bedrohung weder zu sehen war noch zu fühlen. Und die Erinnerung wird sich mit ihrer ohnehin schon ausgeprägten Sorge verbinden, dass sie in eine Zukunft hineingeboren worden sind, die nicht mehr zu retten, sondern höchstens auszuhalten ist.

          David Attenborough im verlassenen Tschernobyl

          Die Kinder und ich lagen auf dem Bett der Studentenwohnung, erleichtert zwar, aber die Jüngere noch acht Tage eingesperrt. Die Ältere schlug vor, auf dem Tablet die Dokumentation eines Naturforschers auf Netflix zu schauen, über die gerade viel gesprochen werde. Immerhin habe David Attenborough, wie der Forscher heißt, den Rekord auf Instagram aufgestellt: Noch nie zuvor habe jemand so schnell, nämlich in kaum mehr als vier Stunden, eine Millionen Follower gefunden, kein Popstar, kein Fußballer, kein Führer. Dass Attenborough, wie die Tochter hinzufügte, Instagram erst im Alter von 94 Jahren beigetreten ist und er bis vor kurzem nicht einmal eine E-Mail-Adresse besaß, machte uns noch neugieriger auf seinen Film.

          David Attenborough in Tschernobyl: Szene aus seiner Netflix-Dokumentation  „A Life on Our Planet“.
          David Attenborough in Tschernobyl: Szene aus seiner Netflix-Dokumentation „A Life on Our Planet“. : Bild: Joe Fereday

          Darin sieht man in der ersten Szene, wie der alte Herr durch das verlassene Tschernobyl geht, das dreißig Jahre nach dem Reaktorunfall von der Natur zurückerobert worden ist. Die Bäume wachsen in die Hochhäuser hinein, die jäh verlassene Kirmes ist ein Blumenparadies, und wo früher die Autos fuhren, grasen nun Wildpferde. Von hier aus, von Tschernobyl, das niemals mehr von Menschen bewohnt wird, blickt Attenborough auf sein Leben, das der Natur gewidmet war:

          „Weh mir, wo nehm‘ ich, wenn
          Es Winter ist, die Blumen, und wo
          Den Sonnenschein,
          Und Schatten der Erde?
          Die Mauern stehn
          Sprachlos und kalt, im Winde
          Klirren die Fahnen.“





          „Hälfte des Lebens“ ist kein Naturgedicht, wie der Leser nach der ersten Strophe meinen könnte, in der das Land mit gelben Birnen und wilden Rosen in den See hing. Und es ist auch nicht der Winter, der in der zweiten Strophe das Weh hervorruft. Es ist eine verlassene oder eher seelenlos gewordene Stadt, ohne die Schönheit der Blumen, ohne das natürliche Licht und die Wärme der Sonne, ohne überhaupt irgendeine Pflanze, die noch Schatten wirft, also ausgedörrt und kahl. Einzig die Mauern sind übrig, die der Mensch errichtet hat, sprachlos und kalt wie, nun, nicht wie nach einem Reaktorunfall, aber doch nach dem Einschlag einer Neutronenbombe. Verstummt ist das Gespräch, das wir in der „Friedensfeier“ sind, und wo wir im selben Gedicht Gesang werden sollen, hört man nur noch das eiserne Klirren einer Fahne, deren Mast sich im Winde hin und her bewegt. Es ist der Winter des Menschen, der leider verfrüht, bereits in der „Hälfte des Lebens“ einkehrt.

          Von einer Sequenz möchte ich erzählen, die zugegeben nach Hollywood-Manier auf Wirkung bedacht ist, aber mich gleichwohl ins Herz getroffen hat, als ich auf dem Bett neben meinen beiden Töchtern lag: Anhand von altem Filmmaterial zeigt Attenborough, welche Tierarten es vor zehn, vor dreißig, vor fünfzig, vor vierundneunzig Jahren noch gab, wie tief die Gletscher reichten, wie sich das Polareis zumal in den letzten Jahren aufgelöst hat, so dass gerade erst diesen Sommer, wahrscheinlich haben Sie es mitbekommen, erstmals ein Schiff ohne Eisbrecher den Nordpol erreicht hat. Das war alles eindrucksvoll genug, zumal wir den gleichen alten Herrn, der so freundlich wie ernst in die Kamera blickte, in den alten Aufnahmen nach und nach verjüngt sahen, so dass ein Leben, ein vierundneunzigjähriges Leben in, mit und für die Natur wie in den letzten Sekunden vor dem Tod vorbeilief, als stürbe der Zuschauer selbst:

          „Reif sind, in Feuer getaucht, gekochet
          Die Frücht und auf der Erde geprüfet und ein Gesetz ist
          Daß alles hineingeht, Schlangen gleich,
          Prophetisch, träumend auf
          Den Hügeln des Himmels. Und vieles
          Wie auf den Schultern eine
          Last von Scheitern ist
          Zu behalten. Aber bös sind
          Die Pfade. Nemlich unrecht,
          Wie Rosse, gehen die gefangenen
          Element‘ und alten Gesetze
          Der Erd.“










          Wie wird die Erde aussehen in zehn, fünfzehn Jahren?

          Bedrohlich geworden ist in „Mnemosyne“ die Natur, von der wir doch leben: Es sind die letzten Tage der Ernte, reif das Obst, in die Glut der Sonne getaucht, in der sommerlichen Hitze gekocht. Das vertraute Gesetz, dass alle Stoffe und Kräfte der Erde, der Luft, der Sonne als Geschmack und Nährwert in die Früchte eingehen, hat in seiner metaphysischen Spiegelung, auf den Hügeln des Himmels, die Realität eines Alps oder einer unheilvollen Prophetie: Wie Schlangen dringen die Elemente ein, vergiftet. Obwohl er auf den Schultern eine Last von Scheitern trägt, muss der Mensch fortfahren, muss wie einst Atlas die Last des Himmelsgewölbes aushalten. Doch es gibt keine Orientierung mehr, die Pfade, ausgerechnet die Pfade, die doch etwas Verlässliches, etwas Tröstendes waren, sind böse geworden. Denn die Elemente und alten Gesetze der Erde gehen nicht mehr ihren eigenen, harmonischen Gang, sondern sind eingespannt vom Menschen wie Rosse für einen Fortschritt, der unrecht ist.

          Aber dann entwarf Attenborough eine Projektion, eine, wie er sagte, wissenschaftlich fundierte, auf Fakten basierende, tricktechnisch glänzend gemachte Vorausschau, wie die Erde in zehn, in dreißig, in fünfzig, in vierundneunzig Jahre aussähe, wenn sich die jetzige Entwicklung fortsetzt – und es spräche derzeit leider einiges dafür, dass sie sich eher noch beschleunigt. Da waren wir also wirklich in dem Science Fiction, wie die Wirklichkeit ringsherum seit Monaten anmutet. 94 Jahre – dann könnte meine jüngere Tochter noch leben. Aber wie? 2114 wären weite Teile der Welt aufgegeben, und auf dem bewohnbaren Rest würden sich immer mehr Menschen drängen, bis das Ökosystem schließlich vollends kollabiert. Ja, und irgendwann, nicht mehr so fern, stürbe mit dem Menschen eben eine weitere Tierart aus, wenn sie sich nicht anzupassen weiß. Die Natur jedoch, die Natur stürbe deswegen nicht mit. Sie werde sich vom Menschen erholen und erobere, wie in Tschernobyl, nach und nach unsere Städte, Verkehrstrassen und Gewerbegebiete zurück. „Oder ist nicht göttlich, was ihr höhnt und seellos nennt?“, fragt Hyperion, nachdem er in Deutschland die Erde gesehen hat, die der Mensch zu plündern, zu vergewaltigen und zu zerstören begann.

          „Ist besser, denn euer Geschwätz, die Luft nicht, die ihr trinkt? der Sonne Strahlen, sind sie edler nicht, denn all ihr Klugen? der Erde Quellen und der Morgentau erfrischen euern Hain; könnt ihr auch das? ach! töten könnt ihr, aber nicht lebendig machen, wenn es die Liebe nicht tut, die nicht von euch ist, die ihr nicht erfunden. Ihr sorgt und sinnt, dem Schicksal zu entlaufen und begreift es nicht, wenn eure Kinderkunst nichts hilft; indessen wandelt harmlos droben das Gestirn. Ihr entwürdiget, ihr zerreißt, wo sie euch duldet, die geduldige Natur, doch lebt sie fort, in unendlicher Jugend, und ihren Herbst und ihren Frühling könnt ihr nicht vertreiben, ihren Aether, den verderbt ihr nicht.
          O göttlich muß sie sein, weil ihr zerstören dürft, und dennoch sie nicht altert und trotz euch schön das Schöne bleibt! -“

          Es gehört zu den Geheimnissen Hölderlins, dass einzelne Absätze, Strophen, Zeilen, Formulierungen, herausgerissen aus der Gedankenwelt des Dichters, die voll von schwer begreiflichen Paradoxien ist, in ganz unter unterschiedlichen, sogar fernen Zusammenhängen und Zeiten eine solche unmittelbare Evidenz zu haben scheinen, dass sie zum Sinnspruch für eine kollektive Wahrnehmung geraten, konsensfähig und alltagstauglich. So ist das, wenn der Heilige Geist gesprochen hat. Die dürftige Zeit, in der es keine Dichter mehr braucht, meint keineswegs politische oder kulturelle Verhältnisse. Geistig war die Epoche Hölderlins, die Wende zum neunzehnten Jahrhundert, alles andere als dürftig, vielmehr in Deutschland die hohe Zeit der Literatur, der Philosophie, der Wissenschaft, und zumindest Hoffnung auf Freiheit gab es seit der Französischen Revolution auch. Die dürftige Zeit in der siebten Strophe von „Brod und Wein“ meint die Welt, aus der sich die Götter zurückgezogen haben und wo die Natur also, die Pflanzen, die Tiere, die Bodenschätze, die fernen Völker, nur noch bloßes, lebloses Material sind für den selbstbewusst gewordenen Menschen. Auf dem Bett liegend, neben mir die beiden Töchter, im Tablet der Film eines vierundneunzigjährigen Naturforschers, der auf Instagram alle Rekorde bricht, betete ich also ebenfalls die beiden Zeilen aus dem „Patmos“ nach, „Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch“. Sie sind auch in dieser Kirche, auf dem Grab des Landgrafen, eingraviert.

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