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Glücklich ohne Bücher : Die Kindheit ist kein Vorspann für den Rest des Lebens

  • -Aktualisiert am

Stellen wir uns einen Moment lang die Kindheit als den Höhepunkt unseres Lebens vor - wie bei den Geschichten aus Bullerbü. Bild: Picture-Alliance

Andauernd verlangt man von den Kindern, dass sie lesen. Die schwedische Kinderbuchautorin Frida Nilsson fragt: Warum eigentlich? In der Kindheit geht es doch um etwas ganz anderes.

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          Ein Kind, das liest, wird ein Erwachsener, der liest. Ein Kind, das liest, lernt. Ein Kind, das liest, ist eine gute Investition. Wenn über die Gründe gesprochen wird, warum Kinder lesen sollen, fällt häufig das Argument, dass, wenn die Kinder heute nicht lesen, wir morgen keine lesenden Erwachsenen haben. Was so viel bedeutet wie: Kinder sollen lesen, damit aus ihnen etwas wird, das sie im Moment nicht sind. Ich möchte eine andere Sichtweise vorschlagen.

          Erwachsene lesen zum Spaß. Erwachsene gönnen sich das Vergnügen einer guten Geschichte, weil eine gute Geschichte den Geist anregt und den Leser oder die Leserin auf Abenteuer schickt. Lesen macht Spaß. Lesen macht froh. Warum sollen Kinder nicht aus demselben Grund lesen? Warum müssen Kinder immer die Bürde des Werdens mit sich herumtragen? Ich glaube, es hat mit der Wahrnehmung zu tun, die die meisten von uns von der Kindheit haben: Wir sehen die Kindheit als Vorspann, weiter nichts.

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