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Büchner-Preis für Özdamar : „Mein Ideal war nie, ein Beispiel zu sein“

Die Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar auf der Frankfurter Buchmesse, Herbst 2021 Bild: Frank Röth

Grenzen spielen für sie keine Rolle, weder künstlerisch noch geographisch: Die Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar erhält den Büchnerpreis 2022. Ein Gespräch über den Sound und die Weite ihrer Welt – und ihr Leben in und mit Büchner.

          4 Min.

          Für die neue Büchnerpreisträgerin Emine Sevgi Özdamar bedeuten künstlerische und geographische Grenzen nichts: Zwischen Schauspiel, Kino und Literatur ist sie genauso gewechselt wie zwischen der Türkei – wo Özdamar 1946 geboren wurde – und Deutschland und Frankreich. Ihren Weg aus dem Istanbul der Siebzigerjahre nach Berlin (Ost wie West) und weiter nach Paris und Bochum und wieder zurück nach Berlin, von Theater zu Theater und Text zu Text, hat sie schreibend immer wieder beschritten: Zuletzt auf den achthundert Seiten von „Ein von Schatten umstellter Raum“ (Suhrkamp). Es ist ein Lebensbuch, das die Autorin „Roman“ genannt hat, das aber wie ihre Bücher zuvor auch diese Grenzen sprengt. Weil es so lyrisch wie autobiographisch ist und Lektürespuren (Brecht, immer wieder Brecht) sogar mit Fußnoten markiert sind. Die jetzt allseits bejubelte Auszeichnung mit dem Büchner-Preis ist nur die nächste Station für diese große Autorin.

          Tobias Rüther
          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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