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Französischer Literaturpreis : Prix Goncourt für Jean-Paul Dubois

  • Aktualisiert am

Frisch gekürt: Jean-Paul Dubois an diesem Montagmittag vor dem Pariser Restaurant Drouant Bild: AFP

Mit gerade einmal zehn Euro ist der wichtigste Literaturpreis Frankreichs dotiert, doch er garantiert Aufmerksamkeit und Buchverkäufe. In diesem Jahr erhält Jean-Paul Dubois den Prix Goncourt.

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          Der französische Literaturpreis Prix Goncourt geht in diesem Jahr an Jean-Paul Dubois. Der 69 Jahre alte Schriftsteller erhält Frankreichs begehrte Literaturauszeichnung für „Tous les hommes n'habitent pas le monde de la même façon“ (etwa: Nicht alle Menschen leben auf derselben Weise auf der Welt), wie die Jury an diesem Montag in Paris mitteilte. Das Buch handelt von einem Mann, der in Kanada in einem Gefängnis sitzt. In seiner Zelle lässt er  sein Leben Revue passieren – bis hin zu jenen Ereignissen, die zu seiner Verurteilung führten.

          Dubois studierte Soziologie und arbeitete einige Jahre als Sportreporter. Von ihm sind mehr als zwanzig Romane erschienen, darunter auf Deutsch „Ein französisches Leben“ und zuletzt „Der Fall Sneijder“. In der finalen Abstimmung im Pariser Restaurant Drouant sprachen sich sechs der Akademiemitglieder für Dubois aus. Vier Stimmen erhielt die belgische Autorin Amélie Nothomb, die mit ihrem Roman "Soif" nominiert war.

          Der Prix Goncourt ist mit symbolischen zehn Euro dotiert. Die Auszeichnung kurbelt vor allem die Verkaufszahlen an und wird seit 1903 vergeben. Dubois war bereit 2016 in der engeren Auswahl, damals mit seinem Roman „La succession“.

          Der zeitgleich vergebene Prix Renaudot ging an Sylvain Tesson für „La panthère des neiges“ (etwa: Der Schneepanther). Das Buch des 47 Jahre alten Schriftstellers handelt von einer einzigartigen Begegnung, in deren Mittelpunkt die titelgebende Raubkatze steht.

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