Emma Beckers Roman „La Maison“ :
„Frau zu sein, hat mit Fiktion zu tun“

Von Anna Prizkau
Lesezeit: 7 Min.
„La Maison“ ist der dritte Roman von Emma Becker.
Eine Französin zieht von Paris nach Berlin. Sie will ein Buch über Frauen, Sex und Weiblichkeit schreiben. Zwei Jahre arbeitet sie in einem Bordell. Ein Gespräch mit der Autorin Emma Becker über „La Maison“.
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Madame Becker, mit wie vielen Männern mussten Sie schlafen, um Ihren Roman „La Maison“ schreiben zu können?

Ich habe immer mit Männern geschlafen, um meine Bücher zu schreiben. Aber bei „La Maison“, ich weiß nicht.

Ihre Protagonistin heißt Emma, wie Sie. Ist Schriftstellerin, wie Sie. Sie arbeitet im Bordell, um ein Buch darüber zu schreiben, wie Sie es getan haben. Was hat das zu bedeuten?

Ich wollte mir keinen anderen Namen ausdenken. Ich habe mich überhaupt nicht geschämt. Emma ist in „La Maison“ natürlich nur eine Figur. Und der Roman ist ein Spiegelspiel zwischen der Fiktion von der Arbeit einer „Hure“, wie ich ausdrücklich sage, und der Fiktionalisierung, die wir als Frauen im Alltag erleben. Und noch mehr Verfremdungen brauchte man nicht.

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