Karl-Siegbert Rehberg zum 80. :
Er verfügt über die nötige Sensibilität für ostdeutsche Problemlagen

Von Joachim Fischer
Lesezeit: 3 Min.
Karl-Siegbert Rehberg
Zur Kunst der DDR wie zu den Pegida-Protesten hat er Standardwerke verfasst: Der Dresdner Soziologe Karl-Siegbert Rehberg, letzter Assistent Arnold Gehlens, wird 80 Jahre alt.

Es war Theodor W. Adorno, der Arnold Gehlen Anfang der Sechzigerjahre einlud, mit ihm in Rundfunk und Fernsehen Streitgespräche zu führen. Fasziniert von Gehlens – auf Documenta-Erfahrungen beruhender – „Ästhetik und Soziologie moderner Malerei“ kam es auf Adornos Initiative zwischen ihm als Remigranten der Frankfurter Schule und dem als konservativ-liberal markierten Philosophen und Soziologen Gehlen, der im Nationalsozialismus Karriere ge-macht hatte, zu legendären Diskussionen. Themen waren: „Ist die Soziologie eine Wissenschaft vom Menschen?“; „Soziologische Erfahrungen an der modernen Kunst“; „Öffentlichkeit – was ist das eigentlich?“

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