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Romanphänomen Iny Lorentz : Traumziel Mittelalter

In Ketten: Alexandra Neldel in der Verfilmung des Romans „Die Wanderhure“. Bild: obs

Das Buch „Die Wanderhure“ brachte Iny Klocke und Elmar Wohlrath den Durchbruch: Das Paar schreibt unter dem Namen Iny Lorentz Bestseller in Serie, gerade erschien eine weitere Fortsetzung. Aber wie verfasst man gemeinsam ein Buch?

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          Die thüringische Stadt Jena ist voller Wunder, genauer gesagt, sind es derer sieben. Eines davon ist der Schnapphans, eine Figur an der Rathausuhr, die zur vollen Stunde nach einer goldenen Kugel schnappt, die ein Pilger ihr an einem Stab hinhält. Der Legende zufolge handelt es sich um einen Thüringer Kloß, und wenn der Schnapphans ihn jemals erreiche, gehe die Stadt unter. Direkt unterhalb des ewig hungrigen Schnapphans befindet sich passenderweise ein Lokal, in dem man ganz hervorragende Thüringer Klöße essen kann. Mit den Klößen meinen es die Thüringer nämlich sehr, sehr ernst, was jeder weiß, der jemals in einem Thüringer Kloßmuseum war.

          In Jena befindet sich auch das Volkshaus. Es ist ein Jugendstilgebäude, gleich neben der Jugendstilbibliothek, die wie ungefähr alles in Jena nach dem Optikpionier Ernst Abbe benannt ist. Im Volkshaus lesen an diesem Tag Elmar Wohlrath und Iny Klocke, die man unter dem Pseudonym Iny Lorentz kennt, aus dem siebten Band ihrer inzwischen auch verfilmten Wanderhuren-Reihe: „Die Wanderhure und die Nonne“. Diese ist nur eine Reihe von vielen, die die beiden in unterschiedlichen Epochen angesiedelt haben. „Für die Verdienste um den historischen Roman erhielten sie 2017 den ,Wandernden Heilkräuterpreis‘ der Stadt Königsee und wurden in die ,Signs of Fame‘ des Fernwehparks Oberkotzau aufgenommen“, heißt es im Klappentext. Ansonsten sind die beiden Autoren seit 36 Jahren verheiratet und erreichten bislang eine Gesamtauflage im zweistelligen Millionenbereich. So viel zu den Zahlen.

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