https://www.faz.net/-gqz-81oxf

Lindgren-Preis nach Südafrika : Praesa stiftet Kinder zum Lesen an

  • Aktualisiert am

Die Organisation Praesa macht Kindern in Südafrika Lust auf Literatur - mit Leseclubs und Büchern in den Muttersprachen. Dafür bekommt das Leseförderprojekt jetzt den wichtigsten Kinderliteraturpreis der Welt.

          1 Min.

          Für ihre Rolle bei der Leseförderung von Kindern in Südafrika hat die Organisation Praesa den Astrid-Lindgren-Preis 2015 bekommen. Er gilt mit einem Preisgeld von fünf Millionen schwedischen Kronen (knapp 534.000 Euro) als die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur.

          „Mit der Freude am Lesen als Leitmotiv eröffnet Praesa Kindern und Jugendlichen in Südafrika einzigartige Möglichkeiten, Zugang zu Literatur zu bekommen“, begründete Jury-Chefin Boel Westin die Wahl am Dienstag in Stockholm. Die 1992 in Kapstadt gegründete Organisation „Project for the Study of Alternative Education in South Africa“ bringe Menschen zusammen und erwecke Literatur in vielen Sprachen zum Leben, erläuterte die Jury.

          Brücken zwischen Verlegern und Leseförderern

          „Wow“, war der erste spontane Kommentar von Praesa-Direktorin Carole Bloch, als sie am Telefon von Jury-Chefin Westin von der Zuerkennung erfuhr. „Diesen Preis zu bekommen macht für uns einen Traum wahr. Das hier wird unglaublich viel in der Leseförderungsarbeit bewirken, die wir für viele Kinder in Afrika betreiben.“

          Praesa baut in Südafrika Brücken zwischen Verlegern und Leseförderern und setzt sich dafür ein, dass Kinder auch in ihren afrikanischen Muttersprachen lesen lernen. Dafür versorgt sie die Organisation mit Literatur - wie etwa mit der in über 20 Sprachen übersetzten Buchreihe „Little Hands Books“.

          Wichtige Anerkennung

          Lust auf Literatur macht Praesa laut Preisjury mit Leseclubs in Kapstadt und anderen Städten, die „Geschichtenerzählen mit Lesen, Singspielen und Inszenierungen“ verbinden. Damit will sie auch Eltern, Großeltern und Lehrer inspirieren, mit den Kindern zu lesen.

          Die herausragende Arbeit von Praesa zeige, wie sehr Bücher und Geschichten das Leben von Kindern bereicherten, erklärte die Jury der schwedischen Auszeichnung. „Dass der Preis auf den afrikanischen Kontinent geht, ist eine Anerkennung dessen, wie wichtig es ist, Lesefreude unter Kindern zu verbreiten, unabhängig von ihrer Sprache und ihrem Hintergrund“, erklärte Praesa-Direktorin Bloch.

          Der Astrid-Lindgren-Preis wird jährlich an Schriftsteller, Illustratoren oder eine Organisation verliehen. 2014 hatte ihn die Schwedin Barbro Lindgren bekommen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kapazitätserhöhung in Person: Vanessa Op te Roodt im Labor in Ingelheim

          Immer mehr Corona-Tests : Deutschlands Labore sind am Limit

          Die Labore in Deutschland werten immer mehr Corona-Tests aus und verdienen gut daran. Doch nun schlagen Laborärzte Alarm: Noch mehr Untersuchungen seien unmöglich. Muss die Teststrategie geändert werden?
          Der belgische Premierminister Alexander De Croo informiert die Bürger nach den Beratungen über verschärfte Corona-Maßnahmen am Freitagabend.

          Corona-Spitzenreiter : Belgien scheut den Lockdown

          Belgien hat die höchste Infektionsrate in Europa. Die Maßnahmen werden verschärft, aber einen Lockdown wird es vorerst nicht geben. Aus Sicht von Fachleuten ist das viel zu wenig.
          Der republikanische Senator Lindsey Graham spricht am 17. Oktober auf einer Wahlkampfkundgebung

          Senatswahl in Amerika : Die Angst der Republikaner

          Können die Demokraten Weißes Haus, Repräsentantenhaus und Senat in ihre Hand bringen? Die Republikaner fürchten den Verlust ihrer Mehrheit, weil sogar einst sichere Sitze in Gefahr sind.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.