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Bücher : Reich-Ranicki schreibt lieber allein

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Er braucht keinen Koautor Bild: AP

Das von Walter Jens angekündigte „große“ Projekt mit seinem Freund Marcel Reich-Ranicki kommt wohl doch nicht zustande. Er werde es nicht mehr lernen, so Reich-Ranicki, Gemeinschaftswerke zu verfassen.

          Die Versöhnung des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki mit Walter Jens wird wohl doch nicht die angekündigten Früchte tragen. Er plane kein gemeinsames Buch mit Jens über Thomas Mann, sagte Reich-Ranicki der Berliner Tageszeitung „taz“ (Freitagausgabe).

          „Ich glaube nicht, daß aus dem schönen Plan meines Freundes Walter Jens etwas wird.“ Jens hatte Anfang September in einem Interview mit der Illustrierten „Bunte“ erklärt, Ranicki und er planten „etwas Großes zum 50. Todestag von Thomas Mann am 12. August 2005 - so Gott will und wir noch leben“.

          Reich-Ranicki sagte der „taz“, er habe noch nie mit einem anderen Autor zusammen ein Buch verfaßt, „und ich glaube nicht, daß ich das bis zum nächsten Sommer lernen werde“. Die beiden Kritiker, die sich seit 1959 kennen, hatten sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands zerstritten. Ihr Verhältnis verschlechterte sich, weil sie gegensätzliche Standpunkte bei der Beurteilung einiger DDR-Schriftsteller vertraten. Ende August diesen Jahres hatten sich die beiden dann allerdings ausgesprochen.

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