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Wegen Corona-Einschränkungen : Frankfurter Buchmesse soll ohne Aussteller stattfinden

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In diesem Jahr undenkbar: Messebetrieb an einem Fachbesuchertag 2019 Bild: Picture-Alliance

Die Frankfurter Buchmesse hat sich entschieden, im Oktober auf die „klassische Hallenausstellung“ zu verzichten. In der Festhalle, der Stadt und dem Netz will sie trotzdem „Buchbegeisterung“ vermitteln.

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          Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ohne Aussteller statt. Das hat der Veranstalter, die Frankfurter Buchmesse GmbH, an diesem Dienstag bekanntgegeben. Hieß es im Sommer in den ersten Mitteilungen zum Messekonzept unter Corona-Bedingungen noch, man wolle mit einem eigenen Hygienekonzept den Ausstellerbetrieb in einigen Hallen ermöglichen, teilte die Messeleitung nun mit, dass sich das Programm auf Liveveranstaltungen in der Festhalle sowie in der Stadt Frankfurt beschränken werde. Außerdem sei ein umfangreiches digitales Programm vorgesehen.

          Karin Schmidt-Friederichs, die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, nannte die Frankfurter Buchmesse ein „sich ständig weiterentwickelndes Unternehmen“, das „lebendig, agil und anpassungsfähig sei“ und auf Corona mit einem Konzept reagiere, das „Buchbegeisterung sowohl live vor Ort als auch digital und jederzeit abrufbar erlebbar“ mache. Buchmessedirektor Juergen Boos dankte allen, die zur physischen Teilnahme bereit gewesen waren, und lobte das „stimmige virtuelle Gesamtkonzept“, das die Messe in der Zwischenzeit aufgebaut habe.

          Eintrittskarten für die Veranstaltungen in der Festhalle können erworben werden, für die kostenfreien Lesungen auf dem Bookfest City der Buchmesse ist eine Registrierung vorab erforderlich. Der Gastlandauftritt Kanadas ist auf das kommende Jahr verschoben worden, die Verleihung des Deutschen Buchpreises und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels werden live übertragen.

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