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Norwegische Literatur : Mit Wagemut nach Frankfurt

  • -Aktualisiert am

Hohe Erwartungen im Gepäck: Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit und ihr Mann Haakon reisten mit dem Zug nach Frankfurt. Bild: EPA

Die norwegische Literatur soll sich derzeit in einem Goldzeitalter befinden. Nun ist sie auf der Buchmesse Ehrengast. Wird sich für deutsche Leser die hohe Erwartung erfüllen?

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          Ist Frankfurt das wert, eine Investition in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro? Das fragte der norwegische Schriftsteller Jan Kjærstad im Sommer 2018 und warf der Literaturszene seines Landes als Advocatus Diaboli „Größenwahn“ vor. Ganze zwölf Romane seien 2016 vom Deutschen ins Norwegische übersetzt worden, ganze zehn im Jahr danach. Wie könne man da ernsthaft glauben, dass in Deutschland für achtzig Romanciers aus Norwegen Platz wäre?

          Nein, meinte Kjærstad, eigentlich sei es doch wundersam genug, dass das kleine Land durch Jon Fosse und Karl Ove Knausgård derzeit mit gleich zwei Schriftstellern verbunden werde, um die man nicht herumkomme, außerdem mit den beiden Bestseller-Autoren Jo Nesbø und Maja Lunde. Und auch der Erik Fosnes Hansen, die Linn Ullmann oder der Per Petterson von morgen dürften kaum deshalb übersetzt werden, weil man im Pulk auf einer Bühne in Frankfurt gestanden hätte, sondern allein ob der Textqualität. Das schöne Geld wäre jedenfalls andernorts, in einem Stipendientopf etwa, besser aufgehoben als beim „Frankfurt-Einmarsch zu Pauken und Trompeten“.

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