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Trittsicher und festen Schrittes: Die Verleger sind guten Mutes, auch wenn im Stockwerk unter ihnen die elektronischen Lesegeräte lauern

Buchmessen-Reportage : Angenehm stillgestanden

Entspannt und vielleicht etwas zu langweilig - so fanden viele die Frankfurter Buchmesse 2010. Alle bemühen sich, das Phänomen E-Book zu verstehen. Content bleibt aber ein Unwort.
David Grossman bei seiner Dankrede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels : Worte als Wegweiser

Bei der Entgegennahme des Friedenspreises des deutschen Buchhandels erinnert der israelische Schriftsteller David Grossman an die fragile Identität seiner Nation. Und Laudator Joachim Gauck rühmt seinen Einsatz für eine Versöhnung zwischen Israel und Palästina.
Mit Worten gegen Worte kämpfen: Mario Vargas Llosa

Literaturnobelpreis für Vargas Llosa : Die Verteidigung der Freiheit

In Mario Vargas Lllosa verbinden sich glücklich ein ästhetischer und ein politischer Geist. Die ideologischen Verirrungen seiner Heimat machten ihn zu einem glühenden Verteidiger individueller Freiheit, der die ganze Weite liberalen Denkens durchmisst. Aus einer Laudatio von Frank Schirrmacher.

Neues Reisefieber : Bonusmeilen

Reisen ist so ungewohnt geworden, dass man schon zweifelt, ob es sich überhaupt lohnt. Aber dann gehen die Lampen an, als hätte ein Kind an einem Trafo gedreht, und eine Stimme raunt ein obszönes Wort.

Englisches Kauderwelsch : Total of stigma

Heimito von Doderers Roman „Die Strudlhofstiege“ ist ins Englische gebracht worden. Dazu äußerten sich Daniel Kehlmann und der Übersetzer – und eine überforderte Software für Untertitel.

Russischer Irrsinn : Müll-Biennale

Sankt Petersburg versinkt neuerdings in Müll, weil die Stadtverwaltung unfähig ist, für seine Beseitigung zu sorgen – das wiederum inspirierte eine Künstlergruppe und die Rocklegende Sergej Schnurow.

Antisemitismus-Vorwürfe : Claudia Roth und die Documenta Fifteen

Der Vorstand der documenta forum Kassel e. V. veröffentlichte diese Woche ein Statement zu den Antisemitismus-Vorwürfen, die gegen die für Juni geplante Kunstschau erhoben wurden. Seine Positionierung überrascht.

Ökologie : Waldkampf

Die Debatte darum, wie dem Wald zu helfen ist, wird schärfer. Es wäre schon ein Fortschritt, sich einzugestehen: Gerade weiß das niemand so genau.

Boris Johnsons Krise : Rohes Sitzfleisch

Woher hat Boris Johnsons „Operation Red Meat“ ihren Namen? Ein Blick in die englische Dramengeschichte bringt Licht in die Sache.

Netz-Ratespiel „Wordle“ : Jeden Tag nur ein Wort

Das Spiel entstand als Geschenk eines Programmierers an seine Partnerin. Jetzt spielt es die halbe Welt. Warum sind alle einem simplen Ratespiel verfallen?

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  • Generös: Mario Vargas Llosa

    Mario Vargas Llosa : Lob des Lügners

    Vargas Llosas Vielfältigkeit sprengt jede Übersicht und Beschreibung. Von unerträglicher Brutalität bis hin zum Kannibalismus als Schlusspointe - sein Detailreichtum überfordert jeden zartbesaiteten Leser.
  • Philip Roth: „Nemesis“ : Ein Zufall namens Gott

    Sinnlosigkeit ist nur mit Schuld zu ertragen: Mit dem Roman „Nemesis“ vollendet der ewige Nobelpreiskandidat Philip Roth sein Romanquartett - mit einer Geschichte einer fiktiven Kinderlähmungs-Epidemie.
  • Mehr als ein blondes Dummchen: Marilyn Monroe führte über ihr Leben ausführlich Protokoll

    Marilyn Monroes private Aufzeichnungen : Vergessene Notizen unterm Bett

    Marilyn Monroe war eine leidenschaftliche Leserin. Zu ihrer Lektüre zählten Freud, Beckett und Flaubert. Was sie selbst schrieb, können wir in einem neuen Buch lesen. Es zeigt eine reflektierte und sensible Frau beim Kampf gegen ihre Versagensängste.
  • Ian McEwan in seinem Haus in London

    Ian McEwans neues Meisterwerk : Mein Held ist der neue Jedermann

    Die Inspiration lieferte ihm Angela Merkel, obwohl er ihr gar nicht zuhörte: Ian McEwan hat mit „Solar“ ein neues Meisterwerk geschrieben. Es geht um die Unmöglichkeit, den Planeten vor uns selbst zu retten. Zuhause in London erzählt er, wie es dazu kam.
  • Jonathan Franzen, hier in seiner New Yorker Wohnung, ist ein leidenschaftlicher Beobachter der menschlichen Seele - und von Vögeln

    Gespräch mit Jonathan Franzen : Der Fluch der Freiheit

    Einundfünfzig, geschieden und bekennender Feminist: Heute erscheint der neue Roman von Jonathan Franzen. Ein Gespräch mit dem amerikanischen Schriftsteller über sein Land, seine Leser und das ewige Leid mit der Konkurrenz.