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Anselm Kiefer erinnerte an seine Kindheit im „leeren Raum”

Friedenspreis für Anselm Kiefer : Nacht über Mordor

Die Geschichte der Deutschen kehrt in den düsteren Bildern von Anselm Kiefer als variantenreiche Topographie des Bösen wieder. Als erster bildender Künstler wurde Kiefer mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete.
Massenszene vor dem Stand des Taschen-Verlags in Halle 3.0

Messe-Skizzen von Andy Bleck : Die Hast des Ereignisses

Das Finale der Buchmesse brachte einen Ansturm mit sich - keine Chance für einen zeichnenden Dokumentaristen, Dinge festzuhalten. Und genau das ist seine Chance: die Hast des Ereignisses abzubilden, die ständigen Begegnungen und Trennungen - von Büchern und Menschen.
Geht das auch beim E-Book? Kulturstaatsminister Bernd Neumann lässt sich den „Turm” von Uwe Tellkamp signieren

Buchmesse-Bilanz : Die Ruhe vor dem Turm

Trotz Finanzkrise und E-Book: Auf der diesjährigen Buchmesse waren alle merkwürdig entspannt. Allein in der manischen Rede vom „content“ gab sich die untergründige Nervosität zu erkennen. Orhan Pamuk kritisierte das Gastland Türkei. Und Uwe Tellkamp ließ sich fünf Tage feiern.

Volksverhetzung : Was uns tötet

Ist der NPD-Slogan „Migration tötet!“ noch durch die Meinungsfreiheit gedeckt? Je nach Kontext, entschied das Bundesverfassungsgericht. Migranten pauschal als Kriminelle ins Bild zu setzen, sei unzulässig.

Treffen der Buchbranche : Verlegerglück

Traditionell trifft sich die bayerische Buchwelt zur sogenannten Verlegertafel in einem Münchner Nobelhotel – und schmiegt sich selig an die starke Schulter der Staatskanzlei.

Politische Aktionskunst : Ihr seid echt alle Faschisten

Eine Säule mit Totenasche ziert den Platz zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt. Was an den Holocaust erinnern und die AfD bekämpfen soll, gerät zu einer schrägen Kunstaktion gegen den deutschen Konservatismus.

Folgen des Mauser-Falls : Toxisch

Der Fall des wegen Sexualdelikten verurteilten Musikwissenschaftlers Siegfried Mauser zieht auch Institutionen in Mitleidenschaft, die nichts damit zu tun haben. Das Münchner Lyrikkabinett etwa, das eigentlich nur Geburtstag feiern wollte.

Wer schrieb Molières Werke? : Neue Rechnung in altem Streit

Die Klassiker wackeln: Nicht nur Shakespeare, auch Molière muss sich die Frage gefallen lassen, ob er seine Stücke selbst geschrieben hat. Jetzt stützen neue Zahlen eine alte Hoffnung.

Ein Hoch auf das Analoge : Altgierig

Warum einen alten Wasserkocher tauschen gegen das Internet der Dinge? Warum das gute Omifon gegen ein Handy mit Überwachungssoftware? Der Schriftsteller Jochen Schmidt plädiert in Frankfurt für das Bewahren analoger Schutzräume.

Dresdner Juwelenraub : Die wahre Tragik ums Grüne Gewölbe

Die Tragik des Verlusts der Dresdner Juwelen wird nicht größer dadurch, dass man sich zu einer Metaphysik nationaler Identitätsbeschädigung aufschwingt. Es könnte nur für die Beraubten Kunstraub gewesen sein.
Der Originalentwurf zu Charlotte Roches Buch „Feuchtgebiete” sah ganz anders aus als...

Buchcover : Schau! Mich! An!

Bonbonfarben mit historischen Elementen oder doch lieber schlichtes Weiß mit serifenloser Schrift ? Ob die Leser ein Buch in die Hand nehmen, hängt auch vom Cover ab. Doch wie ausschlaggebend für den Kauf ist es wirklich?

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  • Verdeckter Ermittler: Oliver Maria Schmitt alias Ertugrul Osmanoglu

    Der Weg zum Erfolgsbuch : Ich bin dann mal Ertugrul

    Wie wird man auf der Buchmesse zum Erfolgsautor? Oliver Maria Schmitt hat sich dafür als Türke verkleidet - und versucht, Verlegern sein von Kerkeling und Charlotte Roche inspiriertes Werk „Ich bin dann mal in der Nasszelle“ anzudrehen.
  • Auf der Partymeile : Feuchtgebiete und Kältezonen

    „Wer nicht hier war, war noch nie betrunken“, ruft man auf der Dachterrasse. Dumont feiert, und man kann nur hoffen, dass niemand herunterfällt. Im unterkühlten Kunstverein Familie Montez wärmt man sich derweil an der heißesten Party der Stadt.
  • Der Schock sitzt in den neuen Werken beider Autoren tief: Roger Willemsen („Der Knacks”) und Jan Weiler („Drachensaat”)

    Jan Weiler und Roger Willemsen : Vom Nutzen des Schocks

    Roger Willemsen und Jan Weiler haben jeweils Bücher geschrieben, die man als Vorausahnungen der Finanzkrise lesen kann. Im F.A.Z.-Gespräch denken sie über die Folgen der Verunsicherung nach, die uns der entfesselte Markt beschert hat.
  • Es werde Licht: Christian Lux und Annette Kühn haben den Verlag Luxbooks ins Leben gerufen

    Luxbooks : Von Haus aus Lyrik

    Sie haben keinen Stand auf der Buchmesse und verlegen ihre Bücher im Wiesbadener Wohnzimmer. Aber Christian Lux und Annette Kühn fangen auch gerade erst an. Mit Konzept, Kopf und einem Faible für amerikanische Lyrik.
  • „Pitching = Development”: Den eigenen Stoff zu verkaufen ist eine Kunst

    Forum Film & TV : Ich bin eine Marktlücke

    Unter Blut, Schweiß und Tränen bringt ein Drehbuchautor sein Script hervor. Dann soll es Laufen lernen, sprich, ein erfolgreicher Film werden. Doch dazu muss er es erst einmal an den Produzenten bringen - das Zauberwort heißt „Pitchen“.
  • Macht aus Menschen Stars: Amanda Ross

    Englischer Buchmarkt : Wer ist Amanda Ross?

    Sie ist die mächtigste Frau im englischen Buchgeschäft. Was sie im Fernsehen beim Sofaplausch empfiehlt, das wird gekauft. Sie zum Interview zu treffen ist indes fast unmöglich. Thomas David hat es trotzdem geschafft.
  • Kochen mit Liebe und Tüte: im Maggi Kochstudio in der Frankfurter Innenstadt

    Messefluchten (4) : Im Maggi-Kochstudio

    Selbst die geschulteste Phantasie macht sich keine Vorstellung von der Allzuständigkeit dieses Sortiments. Und die Namen der Produkte verraten so viel onomatopoetische Phantasie! Für Messe-Meider empfiehlt Peter Lückemeier das Maggi Kochstudio.
  • Hörbuchverlage : Audio ist meine Lektüre

    Seit 2007 hat sich die Zahl der Hörbuchkäufer verdoppelt, der Markt wächst rasant. Vom Branchenprimus bis zum edlen Kleinverlag - alles, was Sie über die neun wichtigsten deutschen Hörbuchverlage wissen müssen.
  • Uwe Tellkamp : Oberste Giftklasse, junger Mann

    Sein Vorwenderoman „Der Turm“ endet mit dem Mauerfall. Für die F.A.Z. beschreibt Buchpreisträger Uwe Tellkamp, wie es für ihn in der ostdeutschen Realität weiterging. Gesamtdeutschland begann der damalige „Unteroffizier auf Zeit“ mit einem Bücherschmuggel. Eine Erinnerung.
  • Süß, klebrig, ungesund: typisches Messe-Essen

    Essen auf der Buchmesse : Diktatur des Gummibären

    Bratwürste in Altöl, Wiener-Schnitzel-Imitate unter Panadepanzern, brikettharte Brötchen: Muss man auf der Buchmesse hungern oder ist es möglich, sich kulinarisch durchzuschnorren? Es ist möglich - man muss aber schon genau wissen wo.
  • Hausgemachte Pasta aus dem „La Traviata”

    Messefluchten (3) : Ristorante „La Traviata“

    Wer für den Moment etwas anderes will, als ständig über Bücher zu reden, sollte in diesen literaturfreien Raum tauchen: In der Sachsenhäuser Pizzeria „La Traviata“ dreht sich alles um den Fußball - und vor allem um Juventus Turin.
  • Der manische Leser sucht sein Buch in der Online-Datenbank ZVAB

    Antiquariate : Was lange währt, wird immer besser

    Der Antiquariatshandel hat sich durch das Internet gewandelt: Wer alte Bücher sucht, tut dies virtuell. Aber immer noch bewährt sich das klassische Ladengeschäft. Denn viele Leser suchen den direkten Kontakt zu „ihrem“ Antiquar.
  • Wie sollte danach kein demand bestehen?

    Books on Demand : Ein Traum von einem Buch

    Mit „Books on Demand“ lässt sich auch ohne Verlage zum Buch kommen und das Buch zum Leser bringen: Ein Blick auf die Welt der Bücher, die erst auf Bestellung gedruckt und geliefert werden.
  • Kann die Preise aufrufen, die er für angemessen hält: Andrew Wylie im Hessischen Hof

    Andrew Wylie : Wie man auch morgen noch Geld verdient

    Er quält Verleger so subtil, dass sie von ihm träumen. Am Montag hat der Agent Andrew Wylie Nabokovs nachgelassenen Roman an Rowohlt verkauft, gestern in „Ernos Bistro“ eine neue Verlagsära ausgerufen. Ist seine Herrschaft durch das E-Book gefährdet? Er meint nein, hier ist sein Plan.
  • Verena von der Heyden-Rynsch: „Wir sind immer schon eine Saison weiter”

    Scouts : Auf das Netzwerk kommt es an

    Die Macht der Verlags-Scouts wird immer größer. Auch in Europa organisieren sie sich jetzt in Büros. Sie sind Getriebene, die untereinander zu immer schärferen Konkurrenten werden. Wir haben vier von ihnen getrfoffen.
  • „Herr Borsig hatte in seinem Leben vieles falsch gemacht. Er beschloss daher, noch einmal ganz von vorne anzufangen”

    Messefluchten (2) : Im Museum für Komische Kunst

    Bilder statt Bücher: Caricatura, das neue Museum für Komische Kunst, ist ein guter Fluchtort für müde Messebesucher. Die weltweisen, menschenfreundlichen und hochkomischen Bilder von Bernd Pfarr sollte sich niemand entgehen lassen.