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FAZ Plus Artikel Brief der Kulturschaffenden : Geiselnehmer Seehofer?

Dämonisch im Schatten: Horst Seehofer Bild: AFP

Was haben jene Kulturschaffenden versäumt, die sich der Rücktrittsforderung an Innenminister Horst Seehofer nicht angeschlossen haben?

          Was ist nun aber mit all den anderen Künstlern, die den Aufruf zum Rücktritt Horst Seehofers nicht unterschrieben haben und erwartbar auch keine Anstalten machen, diesen Aufruf fürderhin zu unterschreiben? Sind sie etwa dafür, dass Seehofer im Amt bleibt? Sind sie Eskapisten, die sich hinter ihrer Kunst verschanzen (Literatur, Theater, Film)? Während Seehofer wie der vom Dramatiker Moritz Rinke ins Werk gesetzte, am Freitag veröffentlichte offene Brief bei Redaktionsschluss 290 „Kulturschaffender“ festhält, während also er, Seehofer, „den Weg in eine zukunftsfähige deutsche Gesellschaft“ verstellt?

          Christian Geyer-Hindemith

          Redakteur im Feuilleton.

          Merken denn diese Kulturschaffenden, welche eben jenen Aufruf ununterschrieben links liegenlassen, merken sie denn nicht, dass sie, stumm bleibend, als Abgesandte der schönen Künste in den Chor der Titelmusik der einstmals populären Fernsehserie „Percy Stuart“ einstimmen, zumindest summend, den Namen Stuart nun einfach durch Seehofer ersetzend: „Percy Stuart, das ist unser Mann, ein Mann, ein Mann, ein Mann, der alles kann“? Andrea Nahles, nach eigenen Angaben derzeit landauf, landab von „Unmut und Häme“ verfolgt, mag dieser Titelsong aus ihren ersten Fernsehtagen im Kopf herumgesummt sein, als sie feststellte: „Es ist unverständlich, dass ein Herr Seehofer machen kann, was er will.“

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