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Wie sich das Leben in der Türkei verändert

Bülent Mumay leitete bis Oktober 2015 die Online-Redaktion der Zeitung „Hürriyet“. Aufgrund des politischen Klimas in der Türkei wurde er entlassen und nach dem Putschversuch im Sommer 2016 kurzzeitig festgenommen. Hier schreibt er über die Veränderungen in seiner Heimat.

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  • Wer eine Maske hat, gehört zur Minderheit: Corona-Alltag in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Erdogans System ist demaskiert

    Die Ankündigung „Gratis-Masken für alle“ ist einen Monat her. Alle starren auf ihr Handy, doch der Staat schickt keine SMS. In der Krise zeigt sich das Erdogan-System von seiner schlimmsten Seite.
  • Brief aus Istanbul : Es darf kein Brot verteilt werden

    Die türkische Regierung kann in der Corona-Krise keine profunden Initiativen ergreifen, behindert aber Aktionen der Opposition. Wer unterdessen mal wieder rauskommen will, wird nach einem „Like“ abgeholt auf die Wache.
  • Am Dienstag in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Regenbogen sind verboten!

    In der Corona-Krise zeigt Präsident Erdogan, was er kann: leugnen, Chaos stiften und dann im Ausland Schuldige suchen.
  • Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erläutert am 18. März Maßnahmen seines Landes in der Corona-Pandemie.

    Brief aus Istanbul : Die Belagerung durchbrechen

    In Allahs Haus breitet sich das Virus nicht aus? Die religiöse Autokratie fürchte offenbar Proteste ihrer konservativen Basis, Theologen suchen Begründungen, und Erdogan schützt sich mit Wärmebildkameras.
  • Schlange in der Nähe der griechisch-türkischen Grenze

    Brief aus Istanbul : Wer will, der geht

    Recep Tayyip Erdogan öffnet die Pforten, und nun flüchten fast mehr Türken als Syrer. All das folgt seinem Plan für den Krisenfall.
  • Er macht immer weiter, auch mit dem Krieg: Recep Tayyip Erdogan vor ein paar Tagen vor Anhängern seiner Partei im türkischen Parlament.

    Brief aus Istanbul : Die muslimische Schildkröte

    Recep Tayyip Erdogan ist jedes Mittel recht, um an der Macht zu bleiben. Während die Menschen in der Türkei hungern, erzählen seine Leute immer neue Märchen.
  • Der türkische Präsident Erdogan nach dem Beben am 25. Januar in Elazig

    Brief aus Istanbul : Was die Nation alles ertragen soll

    Nach dem Beben von Elazig erwartet die Türkei von ihren Bürgern, auf den Tod vorbereitet zu sein. Ein Professor sieht im Verbot von Kinderehen einen Grund für die Katastrophe. Und wem kommt die Erdbebensteuer zugute?
  • Hochzeitswagen auf den Straßen Istanbuls

    Brief aus Istanbul : Beim Kindermachen denken Sie woran?

    „Denken Sie während des Aktes an Ihren geistigen Führer, um ein sittsames Kind zu bekommen“: Wie sich die Regierenden in der Türkei ins Privatleben ihrer Bevölkerung einmischen.
  • Brief aus Istanbul : Jetzt fliegen wir Türken ins All

    Je weiter die Zeit voranschreitet, umso geringer wird für Erdogan die Aussicht, Wahlen zu gewinnen. Jetzt lassen altbekannte Versprechungen des türkischen Präsidenten Neuwahlen vermuten.
  • Ein Eisverkäufer in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Die Erotik von Speiseeis

    Um die Moral der türkischen Nation zu schützen, will die staatliche Zensurbehörde Reklame für Speiseeis verbieten. Derweil wird den Menschen die Wirtschaftslage als Schicksal verkauft.
  • Erdogan und seine Partei geben nicht auf:  Statt aus der Schlappe ihre Lehren zu ziehen, rächen sie sich an der Opposition für die Kommunalwahlen.

    Brief aus Istanbul : Die Bank gewinnt, das Gewissen verliert

    In der Türkei treibt die Wirtschaftskrise die Menschen buchstäblich in den Tod. Währenddessen arbeitet der Palast an einer Gesetzesvorlage, die Haftstrafen für jeden vorsieht, der behauptet, der Wirtschaft gehe es schlecht.
  • „Woher stammt das Vermögen Ihrer Familie?“ – Wer Binali Yildirim (l.) eine solche Frage stellt, muss ein Verfahren mit der Forderung nach vier Jahren Haft befürchten. Die rechte Hand Erdogans mit dem türkischen Präsidenten im März in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Wer Fragen stellt, geht vor Gericht

    Freie Berichterstattung ist in der Türkei fast nicht mehr möglich, schon gar nicht über die „Operation Friedensquelle“. Selbst indirekte Fragen an Präsident Erdogan sind gefährlich.
  • Ein Mann schwenkt eine türkische Nationalflagge und feiert die Übernahme einer syrischen Provinz durch das türkische Militär.

    Brief aus Istanbul : Wie die Militäroffensive Erdogan innenpolitisch nützt

    Präsident Erdogan führt in Syrien einen Feldzug gegen die Kurden. Kritik aus dem Ausland und Sanktionen nimmt er in Kauf. Um seine Macht zu erhalten, muss er die öffentliche Wahrnehmung in der Türkei verbiegen. Wie lange hält das vor?
  • Ende August 1999 zerstörte ein Erdbeben die Moschee in Sakarya

    Brief aus Istanbul : Pressefreiheit könnte Leben retten

    Drohende Erdbeben, krebserregende Substanzen – der türkischen Bevölkerung werden gezielt Informationen vorenthalten. Offenbar betrachtet man es im Präsidentenpalast als Verbrechen, die Bevölkerung vor dem Tod bewahren zu wollen.
  • Wer zahlt für seine Wahlgeschenke? Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Samstag in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Die Rechnung, bitte

    Die Politik des Präsidenten nimmt den Türken nicht nur ihre Freiheiten, sie zieht ihnen auch noch den letzten Kurusch aus der Tasche: Was Erdogans „fortgeschrittene Demokratie“ sein Land kosten kann.