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Wie sich das Leben in der Türkei verändert

Bülent Mumay leitete bis Oktober 2015 die Online-Redaktion der Zeitung „Hürriyet“. Aufgrund des politischen Klimas in der Türkei wurde er entlassen und nach dem Putschversuch im Sommer 2016 kurzzeitig festgenommen. Hier schreibt er über die Veränderungen in seiner Heimat.

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  • Ein Eisverkäufer in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Die Erotik von Speiseeis

    Um die Moral der türkischen Nation zu schützen, will die staatliche Zensurbehörde Reklame für Speiseeis verbieten. Derweil wird den Menschen die Wirtschaftslage als Schicksal verkauft.
  • Erdogan und seine Partei geben nicht auf:  Statt aus der Schlappe ihre Lehren zu ziehen, rächen sie sich an der Opposition für die Kommunalwahlen.

    Brief aus Istanbul : Die Bank gewinnt, das Gewissen verliert

    In der Türkei treibt die Wirtschaftskrise die Menschen buchstäblich in den Tod. Währenddessen arbeitet der Palast an einer Gesetzesvorlage, die Haftstrafen für jeden vorsieht, der behauptet, der Wirtschaft gehe es schlecht.
  • „Woher stammt das Vermögen Ihrer Familie?“ – Wer Binali Yildirim (l.) eine solche Frage stellt, muss ein Verfahren mit der Forderung nach vier Jahren Haft befürchten. Die rechte Hand Erdogans mit dem türkischen Präsidenten im März in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Wer Fragen stellt, geht vor Gericht

    Freie Berichterstattung ist in der Türkei fast nicht mehr möglich, schon gar nicht über die „Operation Friedensquelle“. Selbst indirekte Fragen an Präsident Erdogan sind gefährlich.
  • Ende August 1999 zerstörte ein Erdbeben die Moschee in Sakarya

    Brief aus Istanbul : Pressefreiheit könnte Leben retten

    Drohende Erdbeben, krebserregende Substanzen – der türkischen Bevölkerung werden gezielt Informationen vorenthalten. Offenbar betrachtet man es im Präsidentenpalast als Verbrechen, die Bevölkerung vor dem Tod bewahren zu wollen.
  • Wer zahlt für seine Wahlgeschenke? Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Samstag in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Die Rechnung, bitte

    Die Politik des Präsidenten nimmt den Türken nicht nur ihre Freiheiten, sie zieht ihnen auch noch den letzten Kurusch aus der Tasche: Was Erdogans „fortgeschrittene Demokratie“ sein Land kosten kann.
  • Wahlkampf aus dem Gefängnis: Selahattin Demirtas von der pro-kurdischen Partei HDP wirbt auf einem Plakat neben dem des Amtsinhabers Erdogan um Stimmen bei der Präsidentenwahl im Juni 2018.

    Brief aus Istanbul : Stiefkinder der türkischen Demokratie

    Speziell vor den Präsidentenwahlen 2023 soll die Macht der Kurden an den Urnen geschwächt werden: Warum Erdogan im Konflikt mit geschätzt knapp einem Fünftel der türkischen Bevölkerung nationalistische Töne anschlägt.
  • Seine seit 2002 verfolgte Medienpolitik ist gescheitert: der türkische Präsident Erdogan am vergangenen Freitag in Istanbul.

    Brief aus Istanbul : Mein Name steht auch auf der Liste

    Vorgefertigte Anklageschrift für Staatsanwälte oder Index für Attacken von Vandalen: Die Erdogan nahestehende Stiftung „Seta“ prangert Journalisten an, die für ausländische Medien arbeiten.
  • Sollte der AKP-Kandidat die Mehrheit erringen, wird sich der türkische Präsident den Wahlsieg anrechnen, verliert er, ist es Sache des Lokalpolitikers: Binali Yildirim (r.) und Recep Tayyip Erdogan auf Wahlplakaten in Istanbul.

    Brief aus Istanbul : Erdogan gegen Erdogan

    Vor der Neuwahl in Istanbul macht sich der omnipräsente türkische Präsident unsichtbar. Er will mit einer möglichen Niederlage nichts zu tun haben. Aber wer weiß, wie er noch trickst?
  • Der türkische Präsident am Donnerstag vor Sicherheitsbeauftragten in Istanbul

    Brief aus Istanbul : Manipuliere die Kurden!

    Bis zum Neuwahltermin am 23. Juni kann Erdogan weder die Wirtschaftskrise meistern noch das Herz der Kurden gewinnen. Also setzt der türkische Präsident auf Manipulation.