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William Cohn gestorben : Der Mann mit der unvergesslichen Stimme

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Der Schauspieler William Cohn Bild: dpa

Er war die Stimme von Jan Böhmermanns Sendung „Neo Magazin Royal“ und im deutschen Fernsehen eine Kulturfigur. Jetzt ist der Schauspieler, Synchronsprecher und Autor William Cohn im Alter von 65 Jahren gestorben.

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          Die Fernsehzuschauer kannten William Cohn als Ansager und Sidekick des Entertainers Jan Böhmermann. Er war bei der ZDFneo-Sendung „Neo Magazin Royale“ in fast jeder Folge dabei. Im Talkformat „Roche & Böhmermann“ stellte er die Gäste vor, wo seine Beliebtheit 2012 begann, als er mit dicker Helmut-Kohl-Brille auftrat. Seine pointierten Texte, bissigen Kommentare und witzigen Einlassungen konterkarierten sein Äußeres - neben der Brille die knallbunten Pullover und die selbstbewusst zur Schau getragene Halbglatze - trugen zu seiner Popularität bei und machten ihn zur Kultfigur.

          Als Schauspieler spiele Cohn kleinere Rollen in Fernsehserien und Filmen wie „Kupetzky“ und „House of Boys“, später auch in „Together Forever“ und „Der Alte“, machte sich mit seiner sonoren Bassstimme als Synchronsprecher einen Namen - und war auch als Autor aktiv. 2017 erschien sein Buch „Der gute Ton von Cohn - Elegant durch alle Lebenslagen“, ein Benimm-Ratgeber.


          Wie Cohns Management am Samstag bestätigte, ist der Schauspieler, Sänger, Autor und Sprecher am Donnerstag „plötzlich und unerwartet“ in Basel gestorben. Er wurde 65 Jahre alt. In einer Instagram-Story veröffentlichte Jan Böhmermann am Samstag einem Abschiedstext: „Für uns war und bleibt er ein tapferer, treuer Weggefährte. Ein strahlender Leuchtturm, der einem immer den Weg zeigen konnte. In der größten Dunkelheit. Mutig. Stark. Laut. Integer. Ein echter Menschenfreund.“

          Sie hätten sich auf so viele weitere Jahre mit ihm gefreut, heißt es in dem Text, um gemeinsam neue, für ihn maßgeschneiderte Projekte auf den Weg zu bringen. Nun aber habe Cohn die Bühne für immer verlassen: „Wir danken artig“, zitieren die Weggefährten William Cohn zum Schluss.

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