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Biogramm : Liv Ullmann

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Liv Ullmann Bild: dpa

          1 Min.

          Liv Ullmann wurde am 16. Dezember 1938 in Tokio geboren. Ihr Vater war ein norwegischer Luftfahrt-Ingenieur, der in Japan tätig war.

          Im Zweiten Weltkrieg lebte die Familie in der Nähe von Toronto (Kanada). Als ihr Vater kurz vor Ende des Krieges an den Folgen eines Berufsunfalls starb, kehrte die Mutter mit den beiden Töchtern nach Norwegen zurück.

          Liv Ullmann ging in der Nähe von Trondheim zur Schule. 1957 besuchte sie ein Schauspielschule in London. 1957 feierte sie am Theater in Stavanger ihr Debüt mit der Titelrolle in „Das Tagebuch der Anne Frank“. Später spielte sie am Norwegischen Staatstheater in Oslo Rollen wie die der Julia, Ophelia, Nora und heilige Johanna.

          Ihre Filmkarriere begann, als sie 1966 eine Rolle in dem Film „Persona“ des schwedischen Filmregisseurs Ingmar Bergman übernahm. Eine Zeitlang war sie Bergmans Lebensgefährtin. Mit ihm drehte sie Filme wie „Die Stunde des Wolfs“ (1967), „Schande“ (1968) und „Eine Passion“ (1969).

          Es folgten - wieder mit Bergman - internationale Erfolge mit Filmen wie „Schreie und Flüstern“ (1972), „Szenen einer Ehe“ (1974) und „Herbstsonate“ (1978). 1986 spielte Liv Ullman in dem italienischen Film „Goodbye Moskau“ (1986) eine jüdische Dissidentin. 1987 sah man sie in Jeanine Meerapfels Streifen „La Amiga“ (dt. Freundin).

          Seit den 80-er Jahren versucht sich Liv Ullmann auch als Regisseurin. Filme wie „Love“ (1981) und „Sofie“ (1992) erinnerten stark an Bergman. Mit Kristin Lavrandsdatter (1995) befreite sie sich aus dem Schatten ihres Entdeckers. Der Film wurde für den Oscar nominiert. Ihr neuester Film, „Trolösa“ („Treulos“), wurde in beim letzten Filmfestival in Cannes von der Kritik gefeiert.

          Neben ihrer Filmtätigkeit widmet Liv Ullman viel Zeit sozialem Engagement. Seit 1980 etwa ist sie Sonderbotschafterin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen.

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