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Bildung : Was bedeutet Aktives Lernen?

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Statt pauken mit Spass durch den Lehrplan Bild: zb

Eine Begriffsdefinition: Aktives Lernen bedeutet eigenverantwortliches Lernen - laut Pisa-Studie ein Manko an deutschen Schulen. (Teil IX)

          Das Prinzip des "Active Learning" basiert darauf, dass sich der Schüler mit dem Stoff auf unterschiedliche Arten aktiv auseinander setzt und Wissen nicht auswendig lernt, wie es meist in staatlichen Schulen der Fall ist.

          In Deutschland ist der Begriff des „Active Learnings“ nicht unbekannt. Die konstruktivistische Lerntheorie entstand in den 60er Jahren. Ihr liegt die Annahme zu Grunde, dass ein synchroner Lernprozess der Schüler im Klassenverband nicht möglich ist, da der Prozess des Lernens auf individuelle Erfahrungen des Einzelnen anknüpft. Mit individuellen Lernwegen erarbeitet sich der Schüler nach dieser Theorie sein Wissen selbst. Das funktioniert zum Beispiel über projektbezogenes Arbeiten und die selbstständige Auswahl der Themen.

          Auch das Arbeiten mit dem Computer, das mittlerweile an fast allen Schulen möglich ist, unterstützt selbstständiges Arbeiten. Die Schüler lernen, wie sie mit einer Flut von Informationen umgehen und wie sie Informationen bewerten.

          Diese Theorie ist Teil einer pädagogischen Diskussion, die den Schüler etwa seit der Jahrhundertwende nicht mehr als zu füllenden Körper betrachtet wie nach der behaviouristischen Lerntheorie. Der Behaviourismus versteht den menschlichen Organismus als „Black Box“: Seelische Vorgänge gelten als unwissenschaftlich, nur das objektive und messbare Verhalten wird betrachtet.

          Aktives Lernen wird in Deutschland in den Montessori-Schulen geübt. Nach dem Leitsatz: "Hilf mir, es selbst zu tun" erarbeiten sich die Kinder selbstständig Themen, die sie auch selbst auswählen. Diese Methode ermöglicht ihnen, ihre Begabungen und Kompetenzen zu entwickeln. Der Lehrer hat die Aufgabe, die Schüler bei der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Neigungen zu unterstützen.

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