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Biennale 2003 : Im Pavillon: Candida Höfer und Kippenberger

  • Aktualisiert am

Candida Höfer Bild: dpa

Die Fotografin Candida Höfer und der 1997 verstorbene, in diesem Jahr groß gefeierte Martin Kippenberger vertreten Deutschland bei der kommenden Biennale in Venedig.

          Die beiden Künstler Candida Höfer und Martin Kippenberger vertreten Deutschland bei der kommenden Biennale in Venedig. Dies gab der Kurator des deutschen Pavillons, Julian Heynen, am Dienstag in Düsseldorf bekannt.

          Die in Köln lebende Fotografin Candida Höfer ist mit ihren großformatigen Bildern öffentlicher Räume bekannt geworden, die sie meist menschenleer zeigt. Der 1997 in Wien gestorbene Martin Kippenberger hat in zahlreichen Medien von Malerei bis Foto und Rauminstallation insbesondere die Rolle des Künstlers untersucht.

          Die 50. Biennale von Venedig ist als eins der weltweit meist beachteten Kunst-Ereignisse vom 15. Juni bis zum 2. November zu besichtigen. Höfer, 1944 in Eberswalde geborene Schülerin des Fotografenpaares Bernd und Hilla Becher, und der aus Dortmund stammende Kippenberger behandelten auf ganz unterschiedliche Weise „das Thema der Künstler dieser Generation: Orte und Identitäten“, erklärte Heynen der dpa. Dies ergänze sich zu der internationalen Kunstschau in Venedig, die auch ein „künstlich geschaffener Ort“ sei.

          Martin Kippenberger, Selbstbildnis „ohne Titel”

          „Von innen hohl“

          Die Biennalen-Präsentation längst international vernetzter Kunst in nationalen Pavillons sei „von innen hohl, wir glauben nicht mehr an sie“. Zudem habe ihn gereizt, dass Höfer und Kippenberger vom offiziellen Museums- und Kulturbetrieb „lange nicht so berücksichtigt worden sind“ wie vergleichbare Künstler, sagte der Biennale-Kurator, der in Düsseldorf die Dependance der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen im Ständehaus leitet.

          Während Höfer mit ihren Darstellungen menschenleerer Räumen „durch Auslassen, über Spuren“ die Frage nach dem Menschen stelle, habe Kippenberger den sozialen Aspekt in seinem unkonventionell-experimentellen Lebenswerk durch ständiges Befragen seines Künstlerseins thematisiert. Der deutsche Beitrag, bei dem ältere und gerade in Venedig entstehende Fotos von Höfer gemeinsam mit Arbeiten Kippenbergers zu sehen sein werden, trage keinen Titel und existiere erst im Konzept, erklärte Heynen.

          Julian Heynen kritisierte seine späte Berufung zum Biennale-Kurator durch entsprechende Gremien des Auswärtigen Amtes als Auftraggeber des deutschen Pavillons. „Das ist ein Unding, das ist hinderlich, und es drängt sich jetzt alles“, sagt der Kunstexperte, der erst vor knapp drei Monaten diese Aufgabe erhalten hat. Dank der Zusammenarbeit mit Candida Höfer als „professioneller Künstlerin“ und des abgeschlossenen Werkes von Kippenberger könne er den Zeitdruck ausgleichen.

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