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Besondere Vorkommnisse : Schwere Kindheiten

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Zlatan Ibrahimovics Liebe zu Autos, die Amazon-Prime-Serie „Undone“

          2 Min.

          Zlatans Autos

          Zlatan Ibrahimovic macht jetzt Fanarbeit beim AC Mailand. Um die Tifosi vor dem Spiel gegen Atalanta Bergamo am Sonntag vor einer Woche anzuheizen, schlug er so heftig mit der flachen Hand von innen gegen die Heckscheibe des Mannschaftsbusses, dass sie sprang. Die Fans jubelten, der Busfahrer nicht. In Videos – sie gingen sofort viral – sieht man, wie der Mann empört die Hand vom Steuer seines schönen Busses reißt und sie kurz gegen den Spieler erhebt. Ibrahimovic dürfte es verstanden haben. Er selbst rastet ja gern mal aus und hat eine große Leidenschaft für Autos (was man auch bei einem Busfahrer annehmen kann). Seitdem er wegen Knieproblemen kaum spielt, werden die italienischen Zeitungen nicht müde, sich dem zu widmen, womit Ibrahimovic sich außerhalb des Stadions fortbewegt: den Edelkarren seines großen Fuhrparks. Mindestens ein Volvo und mehrere Porsche und Ferraris sollen in „Ibras“ Garage stehen. Dem jüngsten Zugang, einem goldenen Ferrari, begegnet man manchmal in Mailand an der Ampel: Ibrahimovic hat ihn sich im vergangenen Jahr zu seinem vierzigsten Geburtstag geschenkt. Eine andere Farbe kam nicht infrage: „Zlatan“ bedeutet auf Deutsch „Gold“. Wer das noch nicht wusste, erfährt es in dem Kinofilm „I am Zlatan“ (Regie Jens Sjörgen), der die Kindheit und Jugend des Fußballspielers schildert, so unambitioniert daherkommt wie ein schwedisches Sozialdrama im Vorabendprogramm, aber einiges über die Liebe des Fußballspielers zu teuren Autos erzählt. Man sieht, wie er im Malmöer Problemviertel Rosengard aufwächst, zwischen Plattenbauten kickt, entdeckt wird und von geklauten Fahrrädern auf einen Porsche umsteigt. Ibrahimovic weiß, er hat großes Talent – findet es aber überflüssig, sich im Training zu verausgaben. Sein Temperament und sein Ego stehen ihm im Weg. Sein Berater Mino Raiola (Emmanuele Aita) brüllt irgendwann, er solle das teure Auto verkaufen und sich mal anstrengen. Also tauscht der Spieler seinen Porsche gegen einen „verkackten Fiat“ ein, was aber erst einmal nichts ändert – Bescheidenheit beginnt nun mal im Kopf. Ein Glück, dass ihm in Amsterdam im richtigen Moment ein Ausnahmetor gelingt, womit der Film auch endet. Es folgte der erste Millionenvertrag bei Juventus Turin. Die Zeit der bescheidenen Autos war schnell wieder vorbei. kkr

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