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70. Berlinale : Ein (politisches) Zeichen

Nicht mutig, aber richtig waren die meisten Entscheidungen der Berlinale-Jury. Die Auszeichnung für den besten Film geht wieder an Iran – Paula Beer erhält den Bären für ihre Rolle in „Undine“. Nur mit einer Auswahl taten die Juroren einem Künstler keinen Gefallen.
Großer Jubel: Mitwirkende des iranischen Gewinnerfilms „Es gibt kein Böses“ mit ihrem Goldenen Bären.

Berlinale-Preise : Goldener Bär geht nach Iran

Mohammed Rassulof überzeugt mit einem Episodenfilm, die Amerikanerin Eliza Hittman erhält den Großen Preis der Jury, die deutsche Schauspielerin Paula Beer wird ausgezeichnet und Kameramann Jürgen Jürges bekommt einen silbernen Bären.
Baran Rasoulof in einer Szene des Films «Es gibt kein Böses»

Blog | Filmfestival : Der Tränensammler

Lange Zeit stand Mohammad Rasoulof im Schatten seines berühmten Freundes und Kollegen Jafar Panahi. Mit dem Goldenen Bären der Berlinale erfährt nicht nur sein neuester Film „Es gibt kein Böses“, sondern sein gesamtes Werk eine lange verdiente Würdigung.

Meditationsprogramm „Soundself“ : Brummmandala

Was soll uns bei all dem Stress helfen, den Smartphones und Computer verursachen? Ausgerechnet Meditationsprogramme und -apps. So können Nutzer mit „Soundself“ geräuschvoll Introspektion betreiben. Klingt gut.

Russlands homophobe Propaganda : Neue Mama

Der Kreml versucht, die Bevölkerung zur Stimmabgabe für die neue Putin-freundliche Verfassung zu mobilisieren. Die Propaganda ist gewohnt unsachlich. Doch ein homophobes Video löste Empörung aus.

Welfenschatz-Verfahren : Der Rechtsweg führt zurück nach Deutschland

Der Streit um den vom nationalsozialistischen Staat gekauften Welfenschatz sollte in Deutschland verhandelt werden. Mit einer Eingabe an den Obersten Gerichtshof springt die amerikanische Regierung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bei.

Kulturhilfsprogramm des Bundes : Ein Geschenk, aber wofür?

In der Kultur wird nach Corona nichts mehr so sein, wie es war. Das Nothilfeprogramm von Kulturstaatsministerin Grütters ist dafür das deutlichste Signal. Es verschiebt die Gewichte in der Kulturpolitik.

Neues von J. K. Rowling : Der Ickabog

Vor 13 Jahren erschien der letzte Harry-Potter-Roman. Jetzt stellt seine Autorin ein neues Buch kapitelweise und auch auf Deutsch ins Netz: eine Gutenachtgeschichte.

Monika Grütters im Ausschuss : Sorgfalt verpflichtet

Als Kulturstaatsministerin könne sie sich nicht mit Detailwissen über Vorwürfe sexueller Übergriffigkeit belasten. Monika Grütters lässt den Berliner Untersuchungsausschuss ratlos zurück.

Zuckerberg und Trump : Der Moderator

Twitter und Facebook gehen mit Trumps Veröffentlichungen unterschiedlich um. Die einen verbergen sie, die anderen lassen sie stehen. Mark Zuckerberg erntete dafür heftige Kritik. Jetzt will er solche Fälle „moderieren“.

Gebietskämpfe der Stadtpolitik : Terror und Territorium

Von Ausgangsbeschränkungen mit Epidemiebegründung bis zu Straßenprotesten gegen Polizeigewalt ist der Revierkampf mitten in einer scheinbar auf Ortlosigkeit gegründeten, elektronisch virtualisierten Weltgesellschaft in die Alltagspolitik eingebrochen.

Konzept für die Corona-Krise : Die Buchmesse als Lesefest

Durch die Abwesenheit der Platzhirsche rücken auf dem Gelände der Frankfurter Buchmesse diejenigen ins Licht, die sonst überstrahlt werden. Die Organisatoren wären gut beraten, in der Stadt das aufzufangen, was in den Hallen nicht mehr geht.

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