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70. Berlinale : Ein (politisches) Zeichen

Nicht mutig, aber richtig waren die meisten Entscheidungen der Berlinale-Jury. Die Auszeichnung für den besten Film geht wieder an Iran – Paula Beer erhält den Bären für ihre Rolle in „Undine“. Nur mit einer Auswahl taten die Juroren einem Künstler keinen Gefallen.
Großer Jubel: Mitwirkende des iranischen Gewinnerfilms „Es gibt kein Böses“ mit ihrem Goldenen Bären.

Berlinale-Preise : Goldener Bär geht nach Iran

Mohammed Rassulof überzeugt mit einem Episodenfilm, die Amerikanerin Eliza Hittman erhält den Großen Preis der Jury, die deutsche Schauspielerin Paula Beer wird ausgezeichnet und Kameramann Jürgen Jürges bekommt einen silbernen Bären.
Baran Rasoulof in einer Szene des Films «Es gibt kein Böses»

Blog | Filmfestival : Der Tränensammler

Lange Zeit stand Mohammad Rasoulof im Schatten seines berühmten Freundes und Kollegen Jafar Panahi. Mit dem Goldenen Bären der Berlinale erfährt nicht nur sein neuester Film „Es gibt kein Böses“, sondern sein gesamtes Werk eine lange verdiente Würdigung.

Instagram : Memefiziert

CDU-Wahlkämpfer haben für Instagram das Prinzip des Memes entdeckt – aber nicht so ganz verstanden. Was genau läuft da schief?

Englische Fußballtrikots : Kuschellöwen

Die erfolglosen Löwen: 55 Jahre sind seit dem ersten und einzigen Weltmeisterschaftstitel der Engländer vergangen. Nun soll deren berühmtes Emblem durch ein seltsam zahmes Gegenbild ersetzt werden.

Kinderbuchpreis nicht vergeben : Nicht katholisch genug?

Elisabeth Steinkellners „Papierklavier“ sollte den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis erhalten, die Bischöfe verhinderten das. Ein Fall von Kanzelkultur?

Zum 100. Geburtstag : Warum Sophie Scholl keinen Mythos braucht

Sophie Scholl hat in der kollektiven Erinnerungskonstruktion als Jüngste und als einzige Frau immer eine besondere Rolle gespielt. Um sie als Vorbild zu sehen, ist kein Verweis auf Überirdisches nötig.

Debatte um Theaterstrukturen : Der Übergang zur PR-Maschine

Nicht nur die überkommene Machtstruktur beschwert das Theater der Gegenwart, sondern vor allem auch die ungeheure Moralmonstranz, die es vor sich herträgt.

Rassismus und Moral : Lehmann und Aogo

Erst fliegt Jens Lehmann eine rassistische Nachricht um die Ohren, dann setzt es bei Dennis Aogo aus. Das sorgt für eine Kaskade der Aufregung. Was steht an deren Ende?

Illlegale Reise einer Statue : Athena von Kardashian

Kim Kardashian soll eine Kopie der Athena des Myron als Ausstattung für ihr Eigenheim bestellt haben. Das gab Ärger. Jetzt soll die Statue zurück nach Italien gebracht werden. Es wäre das Ende einer delikaten Verbindung.

Jenseits von Twitter : Trumpen

Donald Trump darf nicht mehr twittern, dafür hat er jetzt seinen eigenen Kanal. Die ARD zeigt derweil, wie man sich auf Twitter blamiert.

Blog | Filmfestival : Parallelaktionen

Horror hat viele Gesichter. Zwei Filme aus dem Programm der Berlinale – und Überlegungen zu den Logiken eines großen Filmfestivals

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  • 70. Berlinale : Diese drei Filme sind unsere Favoriten

    Wie auch immer die Entscheidung ausgeht: Die neue Leitung um Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek hat mit ihren Einladungen zum Wettbewerb bewiesen, dass sie Berlin etwas zu bieten haben. F.A.Z.-Redakteur Simon Strauss benennt seine Favoriten für den „Goldenen Bären“.
  • Weites Land und keine Hoffnung: Mohammad Seddighimehr als der Henker in „Sheytan vojud nadarad“

    Berlinale-Fazit : Von Höllenbildern und Henkern

    Viele Höhen und wenige Tiefen: Mit zwei das politische Bewusstsein bewegenden Filmen geht der facettenreiche Wettbewerb der siebzigsten Berlinale zu Ende.
  • 70. Berlinale : Die Wahrheit des Kinos

    Die erste Berlinale mit dem neuen Führungsteam Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek geht zu Ende. Die Bilanz ist durchwachsen, auch beim wichtigsten Punkt: Filmkunst und Gegenwart in Verbindung zu bringen.
  • Berlinale-Wettbewerb : Dieses Verlangen nach dem Bösen

    Der Mensch ist kein hässliches Tier: „Dau. Natasha“ will auf der Berlinale radikal sein, ist aber zynisch und würdelos. Welket Bungué indes trägt eine Neuverfilmung von Döblins „Berlin Alexanderplatz“ über manche Schwächen.
  • Berlinale-Blog : Immer auf dem Teppich bleiben

    Was einen Star ausmacht und wer mein Shooting-Star der Berlinale ist: Dame Helen Mirren bekommt heute einen Goldenen Ehrenbären, und in der Reihe Encounters glänzt eine ehrwürdige Österreicherin.
  • Blog | Filmfestival : Berlinale Schnauze

    Welche Sprache spricht die Berlinale? Heute läuft im Wettbewerb „Berlin Alexanderplatz“, und Franz Biberkopf heißt da Francis. In Alfred Döblins Roman wird balinert, im Film kommt die Hauptfigur aus Bissau.
  • Die Familie als Schicksalsgemeinschaft: Nina Hoss und Lars Eidinger in „Schwesterlein“ von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond

    Nina Hoss auf der Berlinale : Diese und jene Dinge des Lebens

    Filmfestivals behandeln die großen Fragen der Gegenwart, aber manchmal sind die kleinen Fragen des Alltags wichtiger. Das zeigt das Schweizer Familiendrama „Schwesterlein“ mit Lars Eidinger und Nina Hoss.
  • Jason Segel in „Dispatches“

    Blogs | Filmfestival : Ein weirder Dude

    Der Schauspieler Jason Segel war in Berlin, um seine neue Serie „Dispatches from Elsewhere“ zu präsentieren. Vom Versuch, sich ihm auf dem Berlinale Series Market anzunähern.
  • Blog | Filmfestival : Geheimnisse und Lügen

    Auch so kann man Harvey Weinstein den Prozess machen: Indem man einen Film macht, der deutlich besser ist als das Allermeiste, was er je produziert hat. Kitty Green ist das gelungen.
  • Berlinale : Die Spur der Tränen

    Vom Mythos in die Gegenwart: Christian Petzolds Märchenfilm „Undine“ und Philippe Garrels Liebesdrama „Le sel des larmes“ im Wettbewerb der Filmfestspiele.
  • Gunda von Victor Kossakovsky

    Blogs | Filmfestival : Unter die Haut

    In der Reihe Encounters hat ein Film Premiere, auf den Joaquin Phoenix bei den Oscars mit seinem Plädoyer gegen Ausbeutung angespielt hat: Die Tierdokumentation „Gunda“ von Victor Kossakovsky.
  • Milena Dravić in W.R. von Dusan Makavejev

    Blogs | Filmfestival : Der Sonne entgegen

    In diesem Jahr feiert die Berlinale mehrere Jubiläen. Das Forum zeigt gleich den ganzen Jahrgang 1971 noch einmal - eine spannende Zeitreise.