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70. Berlinale : Ein (politisches) Zeichen

Nicht mutig, aber richtig waren die meisten Entscheidungen der Berlinale-Jury. Die Auszeichnung für den besten Film geht wieder an Iran – Paula Beer erhält den Bären für ihre Rolle in „Undine“. Nur mit einer Auswahl taten die Juroren einem Künstler keinen Gefallen.
Großer Jubel: Mitwirkende des iranischen Gewinnerfilms „Es gibt kein Böses“ mit ihrem Goldenen Bären.

Berlinale-Preise : Goldener Bär geht nach Iran

Mohammed Rassulof überzeugt mit einem Episodenfilm, die Amerikanerin Eliza Hittman erhält den Großen Preis der Jury, die deutsche Schauspielerin Paula Beer wird ausgezeichnet und Kameramann Jürgen Jürges bekommt einen silbernen Bären.
Baran Rasoulof in einer Szene des Films «Es gibt kein Böses»

Blog | Filmfestival : Der Tränensammler

Lange Zeit stand Mohammad Rasoulof im Schatten seines berühmten Freundes und Kollegen Jafar Panahi. Mit dem Goldenen Bären der Berlinale erfährt nicht nur sein neuester Film „Es gibt kein Böses“, sondern sein gesamtes Werk eine lange verdiente Würdigung.

Ströer und die ARD : Unpolitisch? Das ist ein Witz

Im Bundestagswahlkampf gibt es schöne Turbulenzen: Der Ströer-Konzern geriert sich als verfolgte Unschuld und der NDR stellt sich blind.

FDP und Klimawandel : Mammutaufgabe

Ein Harvard-Wissenschaftler will das ausgestorbene Wollhaarmammut wieder zum Leben erwecken und auf diese Weise den Klimawandel eindämmen. Das dürfte vor allem die FDP und Christian Lindner freuen.

Kulturgutschutz : Mexiko droht

Mexikos Regierung hat bei der Generalstaatsanwaltschaft des Landes Anzeige gegen ein Münchner Auktionshaus erstattet. Eine Auktion präkolumbianischer Kunst soll verhindert werden.

Nemi El-Hassan und Judenhass : Bedenken

Die Journalistin Nemi El-Hassan steht wegen vermeintlicher Neigung zum Islamismus in der Kritik. War das eine „Jugendsünde“?

Royal Horticultural Society : Garten-Armee

Die britische Royal Horticultural Society erinnert in ihrem Aufruf, ökologischer zu gärtnern, an eine Kampagne aus dem Zweiten Weltkrieg. Deren Slogan lautete damals: „Dig for Victory“.

Leidenschaften eines Bischofs : Puderzucker

Der frühere Bischof einer kleinen katalanischen Diözese hat sein Amt niedergelegt, um eine Autorin von Softpornos zu heiraten. Wir haben ihr Werk gelesen.

Frankfurter Romantik-Museum : Verstand und Gefühl

Nach zehn Jahren der Vorbereitung wird in Frankfurt das Romantik-Museum eröffnet. Es schenkt der schwer zu fassenden Epoche der Träumerischen und Sehnsüchtigen einen spektakulären Denkraum.

Blog | Filmfestival : Parallelaktionen

Horror hat viele Gesichter. Zwei Filme aus dem Programm der Berlinale – und Überlegungen zu den Logiken eines großen Filmfestivals

70. Berlinale : Diese drei Filme sind unsere Favoriten

Wie auch immer die Entscheidung ausgeht: Die neue Leitung um Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek hat mit ihren Einladungen zum Wettbewerb bewiesen, dass sie Berlin etwas zu bieten haben. F.A.Z.-Redakteur Simon Strauss benennt seine Favoriten für den „Goldenen Bären“.

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  • Weites Land und keine Hoffnung: Mohammad Seddighimehr als der Henker in „Sheytan vojud nadarad“

    Berlinale-Fazit : Von Höllenbildern und Henkern

    Viele Höhen und wenige Tiefen: Mit zwei das politische Bewusstsein bewegenden Filmen geht der facettenreiche Wettbewerb der siebzigsten Berlinale zu Ende.
  • 70. Berlinale : Die Wahrheit des Kinos

    Die erste Berlinale mit dem neuen Führungsteam Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek geht zu Ende. Die Bilanz ist durchwachsen, auch beim wichtigsten Punkt: Filmkunst und Gegenwart in Verbindung zu bringen.
  • Berlinale-Wettbewerb : Dieses Verlangen nach dem Bösen

    Der Mensch ist kein hässliches Tier: „Dau. Natasha“ will auf der Berlinale radikal sein, ist aber zynisch und würdelos. Welket Bungué indes trägt eine Neuverfilmung von Döblins „Berlin Alexanderplatz“ über manche Schwächen.
  • Berlinale-Blog : Immer auf dem Teppich bleiben

    Was einen Star ausmacht und wer mein Shooting-Star der Berlinale ist: Dame Helen Mirren bekommt heute einen Goldenen Ehrenbären, und in der Reihe Encounters glänzt eine ehrwürdige Österreicherin.
  • Blog | Filmfestival : Berlinale Schnauze

    Welche Sprache spricht die Berlinale? Heute läuft im Wettbewerb „Berlin Alexanderplatz“, und Franz Biberkopf heißt da Francis. In Alfred Döblins Roman wird balinert, im Film kommt die Hauptfigur aus Bissau.
  • Die Familie als Schicksalsgemeinschaft: Nina Hoss und Lars Eidinger in „Schwesterlein“ von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond

    Nina Hoss auf der Berlinale : Diese und jene Dinge des Lebens

    Filmfestivals behandeln die großen Fragen der Gegenwart, aber manchmal sind die kleinen Fragen des Alltags wichtiger. Das zeigt das Schweizer Familiendrama „Schwesterlein“ mit Lars Eidinger und Nina Hoss.
  • Jason Segel in „Dispatches“

    Blogs | Filmfestival : Ein weirder Dude

    Der Schauspieler Jason Segel war in Berlin, um seine neue Serie „Dispatches from Elsewhere“ zu präsentieren. Vom Versuch, sich ihm auf dem Berlinale Series Market anzunähern.
  • Blog | Filmfestival : Geheimnisse und Lügen

    Auch so kann man Harvey Weinstein den Prozess machen: Indem man einen Film macht, der deutlich besser ist als das Allermeiste, was er je produziert hat. Kitty Green ist das gelungen.
  • Berlinale : Die Spur der Tränen

    Vom Mythos in die Gegenwart: Christian Petzolds Märchenfilm „Undine“ und Philippe Garrels Liebesdrama „Le sel des larmes“ im Wettbewerb der Filmfestspiele.
  • Gunda von Victor Kossakovsky

    Blogs | Filmfestival : Unter die Haut

    In der Reihe Encounters hat ein Film Premiere, auf den Joaquin Phoenix bei den Oscars mit seinem Plädoyer gegen Ausbeutung angespielt hat: Die Tierdokumentation „Gunda“ von Victor Kossakovsky.