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70. Berlinale : Ein (politisches) Zeichen

Nicht mutig, aber richtig waren die meisten Entscheidungen der Berlinale-Jury. Die Auszeichnung für den besten Film geht wieder an Iran – Paula Beer erhält den Bären für ihre Rolle in „Undine“. Nur mit einer Auswahl taten die Juroren einem Künstler keinen Gefallen.
Großer Jubel: Mitwirkende des iranischen Gewinnerfilms „Es gibt kein Böses“ mit ihrem Goldenen Bären.

Berlinale-Preise : Goldener Bär geht nach Iran

Mohammed Rassulof überzeugt mit einem Episodenfilm, die Amerikanerin Eliza Hittman erhält den Großen Preis der Jury, die deutsche Schauspielerin Paula Beer wird ausgezeichnet und Kameramann Jürgen Jürges bekommt einen silbernen Bären.
Baran Rasoulof in einer Szene des Films «Es gibt kein Böses»

Blog | Filmfestival : Der Tränensammler

Lange Zeit stand Mohammad Rasoulof im Schatten seines berühmten Freundes und Kollegen Jafar Panahi. Mit dem Goldenen Bären der Berlinale erfährt nicht nur sein neuester Film „Es gibt kein Böses“, sondern sein gesamtes Werk eine lange verdiente Würdigung.

Novelle des Urheberrechts : Gewinnen die Kreativen oder die Konzerne?

Nächste Woche entscheidet das Bundeskabinett, wie das europäische Urheberrecht in Deutschland umgesetzt wird. Der bisherige Entwurf ist umstritten. Ein Regionalverleger meldet seinen Protest auf ganz besondere Weise an.

Wahl des Parteivorsitzenden : Die Ideen des Merz

„Bildung, Bildung, Bildung“, so lautet ein Kapitel in dem jüngsten Buch von Friedrich Merz. Über den Status einer Dienstmagd kommt sie jedoch nicht hinaus. Das Kulturleben bleibt unerwähnt.

Ausstellungen in Impfzentren : Invasive Kunst

Die Impfzentren von Straubing und Bottrop sind jetzt auch Ausstellungshallen. Mehrere Städte wollen folgen. Ob Kunst auch Impfunentschlossene anlocken kann?

Semsrotts „Die Partei“-Austritt : Satirepartei wird satirefrei

Wer Witze nur erträgt, wenn sie nicht auf Kosten der eigenen Weltanschauung gehen: Nach dem Austritt von Nico Semsrott aus der „Partei“ dürfte das Satireprojekt wohl an sein Ende gelangt sein.

Seltsames Wörterbuch : Einmal Pizza Schlafsack, bitte

Begriffe ordnen und erklären das Leben - oder? Bei Kataplomben, Erektolollern und Steuerbraterinnen ist das nicht gesagt. Zur Poetisierung der Welt trägt Monika Rincks Online-Projekt „Begriffsstudio“ jedenfalls bei.

Wer lässt sich impfen? : Der Impfgegner

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt? Warum die Haltung von manchen Impfgegnern mit rationalen Argumenten allein nicht nachvollziehbar ist.

Simon Rattle kommt zurück : Höhere Ziele im Leben

Simon Rattle übernimmt die Leitung des Symphonie-Orchesters des Bayerischen Rundfunks. Das wird ihn auch brauchen. Mutlos ist die Entscheidung trotzdem – zugleich aber ein deutlicher Wink Richtung Berlin.

Trumps Social-Media-Bann : Stumm geschaltet

Dass Donald Trump nicht mehr zum Sturm aufs Kapitol aufrufen kann, muss man begrüßen. Doch wie heuchlerisch die Chefs von Twitter und Facebook agieren, weiß am besten der russische Oppositionelle Alexej Nawalnyj.

Leerer Sockel in Paris : Schutzhaft für Voltaire

Seit fünf Monaten ist die berühmte Voltaire-Statue im sechsten Arrondissement verschwunden, der Sockel leer. Dabei ist der Philosoph spätestens mit dem Streit um den Entwurf eines Pressefreiheitsgesetzes wieder aktuell.

Blog | Filmfestival : Parallelaktionen

Horror hat viele Gesichter. Zwei Filme aus dem Programm der Berlinale – und Überlegungen zu den Logiken eines großen Filmfestivals

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  • 70. Berlinale : Diese drei Filme sind unsere Favoriten

    Wie auch immer die Entscheidung ausgeht: Die neue Leitung um Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek hat mit ihren Einladungen zum Wettbewerb bewiesen, dass sie Berlin etwas zu bieten haben. F.A.Z.-Redakteur Simon Strauss benennt seine Favoriten für den „Goldenen Bären“.
  • Weites Land und keine Hoffnung: Mohammad Seddighimehr als der Henker in „Sheytan vojud nadarad“

    Berlinale-Fazit : Von Höllenbildern und Henkern

    Viele Höhen und wenige Tiefen: Mit zwei das politische Bewusstsein bewegenden Filmen geht der facettenreiche Wettbewerb der siebzigsten Berlinale zu Ende.
  • 70. Berlinale : Die Wahrheit des Kinos

    Die erste Berlinale mit dem neuen Führungsteam Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek geht zu Ende. Die Bilanz ist durchwachsen, auch beim wichtigsten Punkt: Filmkunst und Gegenwart in Verbindung zu bringen.
  • Berlinale-Wettbewerb : Dieses Verlangen nach dem Bösen

    Der Mensch ist kein hässliches Tier: „Dau. Natasha“ will auf der Berlinale radikal sein, ist aber zynisch und würdelos. Welket Bungué indes trägt eine Neuverfilmung von Döblins „Berlin Alexanderplatz“ über manche Schwächen.
  • Berlinale-Blog : Immer auf dem Teppich bleiben

    Was einen Star ausmacht und wer mein Shooting-Star der Berlinale ist: Dame Helen Mirren bekommt heute einen Goldenen Ehrenbären, und in der Reihe Encounters glänzt eine ehrwürdige Österreicherin.
  • Blog | Filmfestival : Berlinale Schnauze

    Welche Sprache spricht die Berlinale? Heute läuft im Wettbewerb „Berlin Alexanderplatz“, und Franz Biberkopf heißt da Francis. In Alfred Döblins Roman wird balinert, im Film kommt die Hauptfigur aus Bissau.
  • Die Familie als Schicksalsgemeinschaft: Nina Hoss und Lars Eidinger in „Schwesterlein“ von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond

    Nina Hoss auf der Berlinale : Diese und jene Dinge des Lebens

    Filmfestivals behandeln die großen Fragen der Gegenwart, aber manchmal sind die kleinen Fragen des Alltags wichtiger. Das zeigt das Schweizer Familiendrama „Schwesterlein“ mit Lars Eidinger und Nina Hoss.
  • Jason Segel in „Dispatches“

    Blogs | Filmfestival : Ein weirder Dude

    Der Schauspieler Jason Segel war in Berlin, um seine neue Serie „Dispatches from Elsewhere“ zu präsentieren. Vom Versuch, sich ihm auf dem Berlinale Series Market anzunähern.
  • Blog | Filmfestival : Geheimnisse und Lügen

    Auch so kann man Harvey Weinstein den Prozess machen: Indem man einen Film macht, der deutlich besser ist als das Allermeiste, was er je produziert hat. Kitty Green ist das gelungen.
  • Berlinale : Die Spur der Tränen

    Vom Mythos in die Gegenwart: Christian Petzolds Märchenfilm „Undine“ und Philippe Garrels Liebesdrama „Le sel des larmes“ im Wettbewerb der Filmfestspiele.
  • Gunda von Victor Kossakovsky

    Blogs | Filmfestival : Unter die Haut

    In der Reihe Encounters hat ein Film Premiere, auf den Joaquin Phoenix bei den Oscars mit seinem Plädoyer gegen Ausbeutung angespielt hat: Die Tierdokumentation „Gunda“ von Victor Kossakovsky.
  • Milena Dravić in W.R. von Dusan Makavejev

    Blogs | Filmfestival : Der Sonne entgegen

    In diesem Jahr feiert die Berlinale mehrere Jubiläen. Das Forum zeigt gleich den ganzen Jahrgang 1971 noch einmal - eine spannende Zeitreise.