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Berlinale : Gefangen als Voyeur

Der Goldene Bär für „Touch Me Not“ bei der Berlinale ist eine riesige Überraschung. In dem Film geht es um masturbierende Callboys, Transvestiten und Darkrooms. Der Ansatz ist beklemmend. Ein Kommentar.
Die Kritiker in Berlin stritten über „Touch Me Not“ - Szene aus dem Film

Blog | Filmfestival : Im Narbengelände

Die Diskussionen der Berlinale-Jury über die besten Filme sollen teilweise länger gewesen sein als die Filme selbst. Das Ergebnis ist das Gegenteil einer sicheren Bank.

Brexit-Abstimmung : Chips und Bier

Wie immer die Abstimmung über den von Theresa May ausgehandelten Brexit-Deal läuft: Facebook profitiert vom Chaos in Großbritannien in jedem Fall. Dort wird politische Werbung geschaltet, dass es nur so kracht.

Maschinen und Kunst : Der Kuratorenbot wird’s richten

Weil Menschen auf dem globalen Kunstmarkt längst den Durchblick verloren haben, sollen doch Maschinen übernehmen. Das Ergebnis wäre womöglich kreativer als einiges, was angeblich echte Kuratoren in Kataloge drucken.

Kommentar : Für die Familie nur das Beste

Starke-Familien-Gesetz, Gute-Kita-Gesetz – müssen Reformen jetzt immer nach Selbstlob für ihre Initiatoren klingen? Und wann wird das „Gesetz zum Verbot des Betriebs lauter Güterwagen“ in „Leise-Schienen-Gesetz“ umbenannt?

Debattenkultur : Niemals dulden

Alle verurteilten den Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz mit demonstrativer Selbstverständlichkeit. Aber etwas daran stimmt nicht. Ein Kommentar.

Kommentar : „Heil Stalin!“

Als handele es sich um eine Harmlosigkeit, wird in Deutschland Alkohol zum Stalin-Gedenken verkauft. Wen wundert das, wenn sich sogar die vermeintlichen Intellektuellen des Musiklebens an Stalin-Huldigungen berauschen.

Glosse zum Winter : Der Barfußschuh

Der Winterbarfüßler stirbt aus. Ersetzt wird er durch halbkonsequente Kreaturen mit Barfußschuhen und Sneakersockenträgern.

Glosse zu Lügen : Wen kümmert schon die Wahrheit?

Zwei Studien fördern neue Erkenntnisse zum Lügen zutage: Ein Geschlecht lügt häufiger als das andere. Und amerikanische Wähler lassen sich durch Fakten nicht belehren.

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  • Berlinale-Blog : Vier Slots

    „Authentizität ist alles“, behauptet Marvin Kren, der Executive Producer der Serie „4 Blocks“. Notizen von einem Besuch bei den Drama Series Days auf dem European Film Market der Berlinale. Plus eine Filmempfehlung von Ulrike Ottinger, der Grande Dame des deutschen Frauenfilms.
  • Berlinale-Blog : Jede Familie hat ihre eigene Disziplin

    In „Waldheims Walzer“ von Ruth Beckermann hat die „First Lady“ ihren eigenen #IchAuch-Auftritt. Am Abend gibt es „In Zeiten des Teufels“ im Wettbewerb zu sehen – mit seinen vier Stunden für den Regisseur Lav Diaz eher ein Kurzfilm.
  • Berlinale-Wettbewerb : Eine Ohrfeige von Hanna Schygulla

    In Christian Petzolds „Transit“ ist der Faden zwischen Einst und Jetzt zum Zerreißen gespannt. Für „Eva“ hat Benoît Jacquot eine interessante und eine fatale Idee. Cédric Kahns „La prière“ führt zu einem unverhofften Wiedersehen.
  • Berlinale-Blog : Die Unseren und die Anderen

    „Der Westen weiß überhaupt nichts von Russland“, sagt der Regisseur des Wettbewerb-Beitrags „Dolatov“. Wie wenig der Westen weiß, zeigt auch der Film „Shaihu Umar“, der die Beziehungen zwischen Nordafrika und „Schwarzafrika“ spiegelt.
  • Berlinale-Wettbewerb : Lass die Gitarre stecken, Cowboy

    Ungezielte Schüsse aus verbogenen Flinten: Mit Filmen mit Robert Pattinson und Hugo Weaving beginnt der Alltag der Berlinale. Gemessen am Anspruch des Filmfestivals beginnt er schwach.
  • Berlinale-Blog : Alle Kreter sagen die Wahrheit

    An diesem Samstag wird Christian Petzolds „Transit“ im Berlinale-Wettbewerb gezeigt. Wie der Regisseur wohl die Herausforderungen der Romanvorlage löst? Und ob sich der Film von aktuellen Erwartungshaltungen befreien kann?