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Berlinale : Stars amüsieren sich: für die Kinder in Afghanistan

  • Aktualisiert am

Alfred Biolek bietet in Berlin ein Kleid von Julia Roberts zur Auktion an Bild: AP

„Wir hoffen, dass 'Cinema for Peace' nun ein bisschen Glanz auf die Stadt wirft“, sagt Ingrid Rexrodt als Initiatorin der Berlinale Benefiz-Gala.

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          Am Montagabend fand anlässlich der Berlinale eine Benefiz-Party zu Gunsten hilfsbedürftiger Kimnder in Afghanistan statt. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt trafen sich zur Gala „Cinema for Peace“ Schauspieler wie Donald Sutherland und Mario Adorf sowie Filmemacher wie Robert Altman und Istvan Szabo und feierten diesmal für einen guten Zweck.

          Die Eintrittsgelder und der Erlös einer Devotionalien-Auktion aus der Welt des Films gingen zu Gunsten an das UN-Kinderhilfswerk UNICEF. Das war Grund genug für Frankreichs Filmdiva Catherine Deneuve, sich als Gastgeberin zur Verfügung zu stellen - wenn es Kindern helfe, sei das eine Selbstverständlichkeit, meinte sie. Die Gala soll zur Tradition bei den Filmfestspielen werden.

          Amüsement: mit bitterem Beigeschmack

          Rund 500 geladene Gäste amüsierten sich bis tief in die Nacht - zuerst bei einem mehrgängigen Dinner zu Live-Einlagen von Chanson- Star Patricia Kaas, der einstigen Rocklady Helen Schneider und Opernsängerin Anna-Maria Kaufmann. Danach erfüllten sich einige Promis einen Wunsch: Schauspielerin Veronica Ferres ersteigerte für mehr als 5000 Euro einen Regiestuhl von Roman Polanski, Kollegin Alexandra Kamp erlag dem Charme eines Filmkostüms, das Hollywoodstar Julia Roberts in „Erin Brockowich“ getragen hatte und das nun für 7000 Euro unter den Hammer kam.

          Anziehend: Liz Taylor als Barbie-Puppe

          Iris Berben verlor ihr Herz und 3000 Euro für zwei Barbie-Puppen im Stile von Liz Taylor und Audrey Hepburn. Am begehrtesten jedoch war eine Trainingsrunde mit Body-Builder Ralf Möller und Boxer Vitali Klitschko, für die fast Berlinale-Chef Dieter Kosslick den Zuschlag erhalten hätte, dann aber doch mit 13 000 Euro überboten wurde. Als Auktionator trieb TV-Talker Alfred Biolek mit Hilfe von Ex-Topmodel Nadja Auermann die Preise in die Höhe.

          Jedes vierte Kind stirbt in den ersten Jahren

          Es gab auch ernste Momente bei der Gala: TV-Lady und UNICEF- Botschafterin Sabine Christiansen erzählte gemeinsam mit Schleswig- Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis von der Armut und Not afghanischer Kinder, die sie vor kurzem in Kabul besucht hatten. Nach Angaben von Unicef brauchen dort 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren Hilfe. Jedes vierte Kind überlebt seinen fünften Geburtstag nicht. Nur drei Prozent aller Mädchen gehen in die Schule. „Wir könnten hier noch zwei Stunden weitererzählen“, sagte Simonis, und eine sichtlich bewegte Sabine Christiansen forderte das wohlhabende Publikum zu Spenden auf. Dort saß auch UNICEF-Schirmherrin und Bundespräsidentengattin Christina Rau.

          Der eigens für den Anlass kreierte Friedenspreis ging an den ungarischen Regisseur Istvan Szabo. Er wurde ihm von Sir Bob Geldof verliehen, der 1985 das bis dahin größte Benefiz-Konzert der Geschichte organisiert hatte. „Cinema for Peace“ kam auf Initiative mehrerer bekannter Berliner zu Stande. „Berlin und die Berlinale hatten bisher keine Benefiz-Gala“, sagte Ingrid Rexrodt als eine der Initiatorinnen. „Wir hoffen, dass 'Cinema for Peace' nun ein bisschen Glanz auf die Stadt wirft.“

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