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Berlinale-Bilanz : Wo man das Fliegen lernen konnte

Den Goldenen Bären gewann mit „La teta asustada“ ein Film, auf den sich viele einigen konnten, ohne dass er jemand vom Hocker gerissen hätte. Doch die Preisverleihung versöhnte mit dem Wettbewerb. Michael Althen über die Berlinale 2009.
Das tut so weh: „Krankes Haus”, Wolfgang Beckers Episode in „Deutschland 09”

Berlinale : Deutschland, das sind die anderen

Die Berlinale hat mit einem Bluff begonnen - und mit einem Debakel geht sie zu Ende: Dreizehn Regisseure, ein großes Missverständnis, das ist „Deutschland 09“ geworden. Bericht von einem seltsamen Festival.
Jim Morrison: Der Kopf der Doors starb mit siebenundzwanzig

Doku über „The Doors“ : Amerikanische Pastorale

Die Geschichte der Doors und ihres früh verstorbenen Frontmanns Jim Morrison hat Oliver Stone in einem bildgewaltigen Spielfilm erzählt. Doch ein Dokumentarfilm, wie Tom DiCillo auf der Berlinale beweist, kann mindestens ebensoviel Kraft entfalten.

Trudeau als Aladdin : Arabische Nächte sind heiß

Der kanadische Premier Justin Trudeau wird von der vermeintlich hehren Moral eingeholt, die er sonst gern predigt. Vor achtzehn Jahren hat er sich als Aladdin kostümiert. Dafür geißelt er sich nun selbst.

Archäologie : Was erzählen Skelette?

Zwei männliche Skelette aus der Spätantike halten Händchen. Verliebte Jungs? Oder ist die Sache ganz anders?

„Last Night of the Proms“ : Love, Britannia

Der Brexit ist überall: Auch bei der traditionsreichen „Last Night of the Proms“ wird Politik gemacht. Die amerikanische Mezzosopranistin Jamie Baron stahl mit ihrem Statement jedoch allen die Schau.

Verbot von Plastiktüten : Gute Jute!

Das Bundesumweltministerium will die Plastiktüte verbieten. Es gibt dringendere Probleme. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

Tolkien und deutsche Kritiker : Frodos Erwachen

„Pedantisch konstruierte Geschichte“: Vor 50 Jahren erschien der erste Band von Tolkiens „Der Herr der Ringe“ auf Deutsch. Was sagten die Kritiker dazu?

Presse und Digitalkonzerne : Doppel-Döpfner

Wie hältst Du es mit den Digital-Giganten? Das ist für Presseverlage eine Frage, von der ihr Überleben abhängt. Mathias Döpfner, Springer-Vorstandschef und Präsident der Zeitungsverleger, scheint eine Antwort zu haben.

Der Brexit und die Folgen : Breit mit Boris

Leere Supermärkte, knappe Medikamente: Gibt es nichts Positives nach dem Brexit? Doch, sagt die britische Regierung – die Rückkehr der Duty-Free-Läden.

Berlinale : Der Moment der Wahrheit

Für Stars wie Michelle Pfeiffer ist die Berlinale eine harte Prüfung: Auf dem Roten Teppich müssen sie in der Berliner Eisluft das Lächeln auf ihrem Gesicht festhalten - und gemeinsam als Teil eines Teams posieren. Doch genau das macht den Reiz des Festivals aus.

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  • Irène Jacob in „Der Staub der Zeit”

    Berlinale-Wettbewerb : Die Erde weint am Brandenburger Tor

    Das Berlin, das Theo Angelopoulos in „Der Staub der Zeit“ zeigt, ist das genaue Gegenteil des Tom Tykwerschen Berlins, wie man es in „The International“ sieht: keine Metropole aus Stahl und Glas, sondern eine alte, geschichtsgraue Stadt.
  • Berlinale 2009 : Die Party-Reste

    Viele Feiern wurden abgesagt, und zum Essen gab's Currywurst - aber an Gesprächsstoff mangelt es den Stars auf der Berlinale nicht. Eine Benefizgala im Zwiespalt, deutsche Jungschauspieler als große Hoffnung Hollywoods und die Europapremiere von „Notorious“ sorgten für Unterhaltungen.
  • : Namen sind Schall und Bild

    Die meistvernachlässigte cinematographische Leistung im heutigen Kino ist das Firmensiegel. Die Klassiker mit geflügelten Pferden, schneebedeckten Gipfeln, Suchscheinwerfer über Hollywood oder fackeltragenden Damen in wallenden Gewändern sucht man auf der Berlinale vergebens.
  • Das schönste Gesicht des chinesischen Sozialismus: Schauspielerin Zhang Ziyi

    Berlinale 2009 : Bilderzauber

    Schön wollten Chen Kaiges Filme immer sein, brisant aber waren nur die frühen. Kaiges neustes Werk „Forever Enthralled“ ist zwar nie langatmig, aber stets kurzsichtig: Manche Themen versinken regelrecht im Prunk der Bilder.
  • Berlinale-Gäste: Steve Buscemi und Lily Cole

    Berlinale : Von Gesten und Gästen

    Das Schöne an einfachen Gesten ist ja, dass sie über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg verstanden werden, was bei einem internationalen Filmfestival sehr hilfreich ist. Doch manche Geste ergibt auch auf der Berlinale keinen Sinn.
  • Neorealismus, indonesische Variante: „Die Regenbogenkrieger”

    Berlinale-Panorama : Der gute Geist des Einmaleins

    Riri Rizas „Die Regenbogenkrieger“ im Panorama der Berlinale etabliert mit Indonesien eine neue Nation im Weltkino. Die Arthaus-Verleiher müssten sich eigentlich ein Bieterduell um diesen Film liefern, der von einer islamischen Grundschule erzählt, welcher langsam die Schüler ausgehen.
  • Berlinale : Die Schöne ist das Biest

    Bissige Dialoge, hinterhältige Floskeln, bösartige Komplimente: Stephen Frears Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Cheri“ mit Michelle Pfeiffer und Rupert Friend ist prachtvoll, aber vorhersehbar. Das Debüt von Oren Moverman „The Messenger“ hingegen ist eine Überraschung.
  • Generationentreffen : Lächerliche Vorlieben

    Der neunundsiebzigjährige Michael Snow ist eine Legende des experimentellen Animationsfilms. Bei der Berlinale traf er auf seinen Kollegen David O'Reilly, Jahrgang 1985: Beide haben sich unsterblich geredet.
  • Berlinale 2009 : Dem Spiel der Liebe zusehen

    Früher haben sich das nur die Franzosen getraut - einen Film allein über das alltägliche Hin und Her der Liebe. Doch das geht nun auch hierzulande: Der deutsche Wettbewerbsbeitrag „Alle anderen“ von Maren Ade folgt den wechselnden Gestalten der Gefühle.
  • Eine große Kinooper, die jeden Rahmen sprengt: Sono Sions „Love Exposure”

    Berlinale-Forum : Lady Scorpion im Wunderland

    Wenn ein Film die Berlinale lohnt, dann dieser: Sono Sions großartiger Film „Love Exposure“ über Perversion und Romantik, Pop und Beethoven bewegt sich im Spannungsverhältnis von Sünde und Unschuld. Eine bewegende Grenzerfahrung, die die Möglichkeiten des modernen Kinos vor Augen führt.
  • Ulrich Tukur als „John Rabe”

    Berlinale : Schutz unter falscher Fahne

    Das erste Wochenende der Berlinale brachte drei deutsche Premieren: Florian Gallenbergers „John Rabe“, Sebastian Schippers „Mitte Ende August“ und Hans-Christian Schmids „Sturm“. Makellos sind sie alle nicht, überraschen aber durch ihre extrem unterschiedlichen Erzählweisen.
  • Verschlossene Kinosäle : Der Punkt des Archimedes

    Warum werden die Kinosäle bei der Berlinale eigentlich immer so spät geöffnet, so dass sich lange Schlangen bilden? Man müsste versuchen, den archimedischen Punkt einer Festival-Chronologie zu bestimmen, von dem an sich alles verspätet.
  • Die britische Schauspielerin Kate Winslet erscheint zur Premiere des Films „Der Vorleser”

    Berlinale-Beginn : Die Flügel unserer Sehnsucht

    Die Berlinale beginnt mit Tom Tykwer, Kate Winslet und einem Baby, das fliegen lernt. Und viele der geschürten Erwartungen erweisen sich dabei als maßlos übertrieben. Wenn „Der Vorleser“ und „The International“ politische Filme sind, ist auch der rote Teppich vor dem Kino eine Meinungsäußerung.
  • Das Lektüreverhalten zeigt: Es kann noch lange dauern

    Berlinale : Ich bin ein Cineast - lasst mich da rein!

    Viele scheuen die Berlinale, weil ihnen der Weg zu den Tickets zu beschwerlich scheint: Bilder von Wartenden mit Klappstühlen und in Schlafsäcken vor der Kasse schrecken sie ab. Dabei kann gerade das Schlangestehen ein Höhepunkt des Festivals sein.
  • Berlinale-Empfang : Brust oder Flügel

    Beim Eröffnungsempfang der Berlinale will das Buffet nicht mehr recht schmecken, nachdem verschiedene Speiseangebote in Wettbewerbsfilmen bereits eine Rolle spielten. Und auch der Blick nach oben ist bang, krachte im Film „The International“ doch eine Installation von der Decke.
  • Berlinale : Volle Kraft zurück

    Bei internationalen Filmfestspielen wie der Berlinale geht es natürlich hauptsächlich um die Filme. Doch die Bezeichnung „Festspiel“ sagt es bereits - auch Feste sind ein wichtiger Teil dieser Veranstaltung. Anders in diesem Jahr: Viele Unternehmen lassen ihre Berlinale-Partys ausfallen.
  • Berlinale : Bloß kein falsches Mitleid mit den Banken

    Ein Glücksfall für die Berlinale, für die Banken kein Imagegewinn: Tom Tykwers Thriller „The International“ eröffnet das Festival. Der Film dreht sich um die Machenschaften eines luxemburgischen Finanzinstituts, das sich als Zwischenhändler im weltweiten Waffenhandel positioniert.