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Berlinale 2004 : Im Rampenlicht: Sibel Kekilli und „Gegen die Wand“

  • Aktualisiert am

Bester Stimmung: Regisseur Fatih Akin mit seinen Darstellern Bild: AP

Erstmals nach achtzehn Jahren gewinnt ein deutscher Beitrag die Berliner Filmfestspiele: Fatih Akins deutsch-türkisches Melodram „Gegen die Wand“. Die Hauptdarstellerin Sibel Kekilli erlebt sogleich die Schattenseiten des Starruhms.

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          „Gegen die Wand“, das deutsch-türkische Melodram des in Hamburg lebenden Regisseurs Fatih Akin, ist mit dem Hauptpreis der Berliner Filmfestspiele ausgezeichnet worden.

          In die Freude über den ersten Goldenen Bären für einen deutschen Film seit 18 Jahren - und den ersten überhaupt für einen türkischen Film - mischte sich die Boulevard-Zeitung „Bild“ mit einer Schmutzkampagne gegen seine Hauptdarstellerin. Der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gab Sibel Kekilli das erste Interview danach.

          Der Goldene Bär sollte nicht die letzte Auszeichnung für Akins Film bleiben. Die zahlreichen Preise, die „Gegen die Wand“, der Regisseur und die beiden Hauptdarsteller Sibel Kekilli und Birol Ünel erhalten haben, sind eindrucksvoller Beleg dafür, daß Akin nicht nur ein brisantes Zeitdokument, sondern ein künstlerisch wertvolles Werk gelungen ist - dessen Bilder noch dann nachwirken, wenn die Schmähschriften des Boulevards vergilbt und vergessen sind.

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