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Wolkenkratzer in Großstädten : Mild entschlossen zu neuen Höhen

Der 245 Meter hohe Elbtower, entworfen von Chipperfield Architects, soll bis 2025 am östlichen Ende der Hamburger Hafencity entstehen. Bild: Hansestadt Hamburg

Berlin, Hamburg und München planen erste Wolkenkratzer. Für eine Skyline wird es nicht reichen, weil die Städte strenge Vorgaben machen. Und jetzt könnte auch noch Corona die Pläne durchkreuzen.

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          Das deutsche Hochhausjahr 2019 fiel spektakulär aus, zumindest was die Ankündigungen anging. Und dafür war ausnahmsweise nicht vorrangig Frankfurt verantwortlich. In Berlin wurde der symbolische erste Spatenstich für einen Wohnturm am Alexanderplatz gesetzt, in München sorgten Pläne für ein Turm-Paar neben der Paketposthalle im Westen der Stadt für großes Aufsehen, und in Hamburg stimmte die Bürgerschaft dem Bau des Elbtowers am östlichen Ende der Hafencity zu. Die Projekte fallen in die Kategorie „Wolkenkratzer“, sind also mindestens 150 Meter hoch. In den betreffenden Städten wären sie nach ihrer Fertigstellung jeweils Rekordhalter: mit 150 Metern im Fall des Alexander Capital Tower, mit 155 Metern in München, gar 245 in Hamburg.

          Matthias Alexander
          Stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton.

          Hinter den spektakulären Fällen steht ein Trend. Da die Baugrundstücke in den drei größten deutschen Städten zur Neige gehen, der Flächenbedarf für Büros und Hotels – zumindest bis zum Ausbruch von Corona – sowie vor allem Wohnungen aber weiter wächst, ist die Ausweichbewegung in die Vertikale beinahe zwangsläufig. In Berlin wird ein knappes Dutzend Turmprojekte in der Liga von 100 Metern und mehr von Investoren vorangetrieben, in München scharren ebenfalls etliche Immobilienunternehmen mit den Hufen.

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