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Zeitzeugin Zilli Schmidt : Wer ahnte, dass wir drankommen?

  • -Aktualisiert am

Darüber sprechen, für einen guten Zweck: Zilli Schmidt, geborene Reichmann, in Berlin. Bild: Andreas Pein

Sie ist aus KZ-Außenlagern ausgerissen, hat für andere geklaut und das „Zigeunerfamilienlager“ Auschwitz überlebt. Heute sagt sie, „die Hitlers“ seien zurück. Eine Begegnung mit Zilli Schmidt.

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          Zilli Schmidt sitzt auf dem Sofa ihres dunklen Hotelzimmers in Berlin-Mitte, eine gepflegte Frau, in dunklem Rock, rotem Pullover, mit Brosche und dazu passenden Ohrringen. Sie ist eine der wenigen noch lebenden Zeitzeuginnen. Manchmal wird sie auch mit ihrem Mädchennamen „Reichmann“ genannt. Sie hat Auschwitz überlebt.

          Zilli Schmidt ist keine Jüdin, sie ist Sintiza, „Zigeunerin“, wie manche immer noch sagen. Eine Unbekannte ist sie nicht. Der Historiker Heiko Haumann hat vor drei Jahren ein Buch über sie und die Geschichte der Sinti im zwanzigsten Jahrhundert geschrieben. Im vergangenen Jahr hat sie anlässlich der Gedenkveranstaltung am Roma-Holocaust-Gedenktag eine Rede gehalten. Gerade war sie in Berlin wegen des „Romaday“, der vom „Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas“ ausgerichtet wurde. Als wir uns treffen, ist auch ihre Nichte da und Hamze Bytyci, der Mitbegründer des Bündnisses.

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