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Bedrohung durch Euthanasie : Zorn, der nicht vergeht

  • -Aktualisiert am

Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in Berlin Bild: Picture-Alliance

In letzter Zeit muss ich häufig an meinen Großonkel Hermann und seine Wutanfälle denken. Warum wir sehr vorsichtig sein sollten, wenn wir über den Wert des Lebens reden. Ein Gastbeitrag.

          2 Min.

          Mein Großonkel Hermann erkrankte als Kleinkind an einer Hirnhautentzündung und war anschließend geistig eingeschränkt. Mein Großvater August, sein jüngerer Bruder, wurde Jahre später für den Ersten Weltkrieg gemustert und bekam eine Uniform. Ein Foto zeigt einen Jugendlichen mit sehr ängstlichen Augen unter der Soldatenmütze.

          An die Front kam er nie, denn mein Urgroßvater starb kurz nach dieser Einberufung, und mein Großvater wurde als „unabkömmlich“ vom Kriegsdienst freigestellt. Er musste nach dem Tod des Vaters den großen Bauernhof und auch die Verantwortung für den behinderten älteren Bruder übernehmen. Letztlich hat ihm die Krankheit seines Bruders wahrscheinlich das Leben gerettet. Aus seiner Kompanie sind die meisten Soldaten gefallen.

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