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Da helfen Yin und Yang im Vorgarten auch nicht mehr: kreative Gestaltung an einem Einfamilienhaus Bild: Turit Fröbe

FAZ Plus Artikel Bausünden am Einfamilienhaus : Wer will schon Blumen, wenn er Steine haben kann?

  • -Aktualisiert am

Sie sind überall: sonderbare Hausgestaltungen in einfachen Siedlungen und aufwändige Schnapsideen im Luxusneubaugebiet. Auf der Jagd nach Bausünden kann man allerdings durchaus regionale Unterschiede ausmachen.

          Seit knapp 18 Jahren dokumentiere ich die gebaute Realsatire der Nation, und zu den vielen überraschenden Lektionen, die ich im Rahmen meiner Sammeltätigkeit gelernt habe, gehört die, dass die Bausündenproduktion eigentlich keiner regionalen Gesetzmäßigkeit gehorcht, sondern von Stadt zu Stadt höchst individuell ist. Vorhersagen lassen sich kaum treffen – in einer mir fremden Innenstadt brauche ich nur wenige Minuten für ein erstes Profiling, das mir verrät, ob es sich lohnt, auf Expedition zu gehen, oder ob es sinnvoll ist, mit dem nächstbesten Zug die Stadt zu verlassen und mein Glück anderswo zu versuchen. Wie oft habe ich mich geärgert, weil ich mich nicht auf meine Intuition verlassen habe. In dem Fall heißt es dann, ins Reich der Gartenzwerge auszuweichen. In den Einfamilienhaussiedlungen, ganz gleich zu welcher Stadt sie gehören, geht immer etwas – so meine Erfahrung. Hier ist die Bausündenkultur noch lebendig und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Hier überlebt das Wissen um die Kunst der Bausünde, um in besseren Zeiten auch wieder im Stadtzentrum zur Anwendung kommen zu können. Alles, was möglich ist, ist erlaubt und findet Nachahmer, bietet Anregung und setzt wiederum Ideen frei, die andere zu kreativen Höchstleistungen anspornen.

          Günstige Voraussetzungen bieten die Neubaugebiete im Luxussegment, denn wenn Geld keine Rolle spielt, kann die Gestaltung schon mal etwas aufwendiger ausfallen. Aber auch im Niedrigpreissegment und insbesondere im Siedlungsbestand lassen sich originelle Bausünden durch Anbau, Umbau, Überformung oder Dekoration kreieren. Die Baumärkte bieten hier Hilfestellungen und halten individuelle Lösungen für jeden Wunsch bereit.

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          In Mönchengladbach gießt man offenbar nicht gern. Dieser Vorgarten sieht aus wie ein Haustierfriedhof. Bilderstrecke

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          Zur Autorin

          Turit Fröbe ist Architekturhistorikerin und Urbanistin und arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist Autorin des Buchs „Die Kunst der Bausünde“ (2013) und hat vor einigen Wochen das Bestimmungsbuch für moderne Architektur „Alles nur Fassade?“ (DuMont) publiziert. Gerade arbeitet sie an ihrem dritten „Abrisskalender“ mit Bausünden zum Abreißen, der im Mai 2019 bei DuMont erscheinen wird.