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Auszeichnung : Nadal-Literaturpreis für spanischen Autor Andrés Trapiello

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Andrés Trapiello hat die älteste Literaturauszeichnung Spaniens für seinen Roman „Los amigos del crimen perfecto“ erhalten.

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          Der spanische Romancier, Lyriker und Essayist Andrés Trapiello ist mit dem diesjährigen Nadal-Preis ausgezeichnet worden. Der 49-jährige Schriftsteller erhielt die mit 18.000 Euro dotierte älteste Literaturauszeichnung Spaniens für seinen Roman „Los amigos del crimen perfecto“ (Die Freunde des perfekten Verbrechens), wie die Jury nach einer literarischen Gala in der Nacht zum Dienstag in Barcelona mitteilte. Der Nadal-Preis wird seit 1944 vom Destino Verlag vergeben.

          Das Buch des aus León in Nordspanien stammenden Autors ist eine Hommage und zugleich eine Parodie der als „schwarze Romane“ bekannten Polizeikrimis der 40er Jahre. Das in den ersten Jahren nach der Franco-Diktatur (1939-1975) angesiedelte Werk handelt von drei Freunden, die den „perfekten Mord“ planen. „Es ist ein Buch über Rache und Selbstjustiz, menschliche Gefühle, die ebenso dunkel wie verständlich sind“, sagte der Autor.

          Trapiello, der auch für die Tageszeitung „El País“ schreibt, hat bereits mehrere Literaturpreise erhalten. In seinen Romanen und Essays beschäftigt er sich vor allem mit der jüngeren spanischen Geschichte, etwa dem Bürgerkrieg (1936-1939), der Diktatur und dem Übergang zur Demokratie.

          Der mit 6.000 Euro dotierte zweite Preis ging an den Madrider Schriftsteller und Drehbuchautor David Torres für seinen Roman „El gran silencio“ (Das große Schweigen), in dem ein Ex-Boxprofi zum bezahlten Schläger wird. Der 36-jährige Hispanist Torres hat bereits zwei weitere Romane veröffentlicht und sich als Drehbuchautor für Dokumentarfilme des staatlichen Fernsehens einen Namen gemacht. Für den Nadal-Preis waren in diesem Jahr rund 400 Manuskripte vor allem aus Spanien und Lateinamerika eingesandt worden.

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